Schlierbach will Spielplätze sanieren

|
Der Spielplatz in der Max-Eyth-Straße ist ausdrücklich von der Streichliste ausgenommen und soll bald neu gestaltet werden. Über 300 Quadratmeter soll er einmal groß werden. Foto: Giacinto Carlucci  Foto: 

Viele der Schlierbacher Spielplätze müssen entweder saniert oder aufgegeben werden. Der Spielplatz in der Max-Eyth-Straße neben dem ehemaligen Kindergartenareal fällt unter die erste Kategorie und soll neu gestaltet werden.

Spielplätze leben quasi mitsamt ihren benachbarten Wohngebieten. Irgendwann sind die Kinder, die dort leben, aus dem Spielplatzalter heraus, die Spielpunkte werden nicht mehr nachgefragt. Auch die Geräte wie Federtiere, Schaukeln oder Spielhäuser haben nur eine begrenzte Lebensdauer – und ohne Kinder in der Nachbarschaft lohnt dann auch eine Wiederherstellung nicht.

„Wir haben uns mit dem Technischen Ausschuss schon die Spielplätze in Schlierbach angeschaut und werden den einen oder anderen aufgeben müssen“, berichtet Schlierbachs Bürgermeister Paul Schmid. Ausdrücklich ausgenommen von dieser gedanklichen Streichliste ist der Spielplatz an der Max-Eyth-Straße. „Dort ist kein anderer Spielplatz in der Nähe und außerdem siedeln sich in diesem Wohngebiet wieder vermehrt junge Familien mit Kindern an.“

So plant die Gemeinde also, diesen Spielplatz neu zu gestalten und mit neuen Spielgeräten zu versehen. Dazu soll der Platz auch ein wenig größer werden, denn durch den Abriss des bisherigen Kindergartens ist noch ein wenig Fläche zusätzlich frei geworden. Über 300 Quadratmeter groß wird der Spielplatz dann sein.

Mit den im Haushaltsplan eingestellten 20 000 Euro wird die Neugestaltung aber nicht zu stemmen sein, weiß Landschaftsarchitekt Roland Lengtat, der eine Vorplanung für das Areal entworfen hat. Im günstigsten Fall – abhängig von der Anzahl und Ausführung der neuen Spielgeräte – kalkuliert der Planer mit rund 28 000 Euro, die die Neugestaltung kosten wird. Vom bisherigen Gerätebestand kann lediglich ein Federtier weiterverwendet werden. Auch eine Sitzbank kann erhalten werden. Erschlossen werden soll der Spielplatz über einen Pflasterweg von der Max-Eyth-Straße aus. Zusätzlich zum noch vorhandenen Bestand auf dem Gelände sollen auch weitere Bäume als Schattenspender und Hecken als Begrenzung zu den angrenzenden Straßen und Nachbargrundstücken neu gepflanzt werden.

Angeschafft werden soll auf jeden Fall ein neues Kombigerät, das Spielhaus, Rutsche und ähnliche Attraktionen für die Kinder bereitstellt. Lengtat plädiert hierbei für eine Ausführung in Holz. „Metallgeräte kosten mindestens ein Drittel bis doppelt so viel wie Holzgeräte, sind aber nach rund 15 Jahren meistens auch abgespielt“, weiß er aus Erfahrung. Die Holzvarianten seien praktisch genauso lange haltbar. „Die Hersteller geben da zehn Jahre Garantie, die Haltbarkeit beträgt meistens zwischen zwölf und 15 Jahren.“

Die Vorstellung der Planung fand im Gemeinderat große Zustimmung. Sinnvoll erachten die Ratsmitglieder die Anschaffung einer weiteren Sitzbank und vor allem einer zusätzlichen Schaukel. Bei der nun anstehenden Ausschreibung der Spielgeräte sollen möglichst viele Alternativen berücksichtigt werden, um am Ende eine sinnvolle Auswahl treffen zu können, so der einhellige Wunsch des Gremiums. Entsprechend wurde die Verwaltung einstimmig mit der Ausschreibung der notwendigen Arbeiten und Geräte beauftragt.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Pilotprojekt „Filstalhaus“ nimmt Form an

Ab Donnerstag entsteht das Filstalhaus in Wäschenbeuren. Das Projekt ist bisher einmalig im Landkreis. weiter lesen