Sargwagen für alle drei Ortsteile

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Alle drei Ortsteile von Bad Ditzenbach haben Sargwagen als Bestattungsfahrzeuge. Diese seien aber in die Jahre gekommen, erläuterte Bürgermeister Herbert Juhn im Gemeinderat. Grundsätzlich wäre eine Überholung der Wagen möglich, doch eine  Neuanschaffung wäre kaum teurer. Die Altfahrzeuge müssten neu gestrichen werden und bräuchten neue Behänge.

Juhn schlug ein Modell vor, welches Führungsgriffe und einen Rollschlitten, belegt mit Rillengummi,  zum Aufsetzen und Verschieben des Sarges besitzt. Zudem ist ein Tuchhalter sowie eine Feststellbremse angebracht. Zusätzlich sollte noch eine Trommelbremse eingebaut werden, damit auch während des Fahrens gebremst werden kann. Wenn gleich drei in Auftrag gegeben würden, ermäßige sich der Betrag pro Sargwagen um 234 auf 1866 Euro.

Gemeinderat Karl-Heinz Moser fragte, ob denn diese Anschaffung im Haushaltsplan vorgesehen sei. Dies verneinte Kämmerin Annika Krapf und erklärte, dass durch die Verschiebung des geplanten Urnengrabfeldes in Auendorf die Anschaffung möglich geworden wäre. Moser plädierte dafür, vorerst nur einen Wagen anzuschaffen, da die Erdbestattungen stark rückläufig seien. „Die Wagen kommen deshalb immer weniger zum Einsatz“, sagte Moser.

Damit war der Bürgermeister ganz und gar nicht einverstanden. Er wolle nicht bestimmen, welcher Ortsteil nun einen neuen Sargwagen erhält. Johannes Schulz aus Auendorf stellte zudem fest, dass der Sargwagen nicht nur bei Erdbestattungen zum Einsatz komme, sondern auch in Fällen, wo der Verstorbene eingeäschert werden soll und auf diese Einäscherung gewartet werden müsse. Otto Lamparter sprach sich ebenfalls für die Anschaffung von Sargwagen für jeden Ortsteil aus, da „unsere Verstorbenen auch ein Anrecht auf eine würdige Bestattung haben“. Der Beschluss fiel bei einer Stimmenthaltung. bwk

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