Sargwagen für alle drei Ortsteile

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Alle drei Bad Ditzenbacher Ortsteile erhalten neue Sargwagen. Dies hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit einer Stimmenthaltung beschlossen.Wie Bürgermeister Herbert Juhn erklärte, hat die Gemeinde in allen drei Ortsteilen Sargwagen als Bestattungsfahrzeuge im Einsatz. Diese seien aber in die Jahre gekommen und sollten dringend erneuert werden. Grundsätzlich wäre auch eine Überholung der Sargwagen möglich, doch eine  Neuanschaffung wäre kaum teurer. Die Altfahrzeuge müssten neu gestrichen werden und bräuchten neue Behänge.

Die Verwaltung hat sich schon nach einer Lösung umgesehen und sei auch fündig geworden, meinte der Schultes. Sie schlage das „Modell 5555“ vor, welches Führungsgriffe und einen Rollschlitten, belegt mit Rillengummi,  zum Aufsetzen und Verschieben des Sarges besitzt. Zudem ist ein Tuchhalter sowie eine Feststellbremse angebracht. Zusätzlich sollte allerdings noch eine Trommelbremse eingebaut werden, damit auch während des Fahrens gebremst werden kann.

Bürgermeister Juhn schlug den Sargwagen der Firma Leonhard Götz vor. Wenn gleich drei in Auftrag gegeben würden, ermäßige sich der Betrag pro Sargwagen um 234 auf 1866 Euro. Gemeinderat Karl-Heinz Moser fragte, ob denn diese Anschaffung im Haushaltsplan vorgesehen sei. Dies verneinte Kämmerin Annika Krapf und erklärte, dass durch die Verschiebung des geplanten Urnengrabfeldes in Auendorf die Anschaffung haushaltstechnisch möglich geworden wäre. Moser plädierte dafür, vorerst nur einen Wagen anzuschaffen, da die Erdbestattungen stark rückläufig seien. „Die Wagen kommen deshalb immer weniger zum Einsatz“, sagte Moser.

Damit war der Bürgermeister ganz und gar nicht einverstanden. Er wolle nicht bestimmen, welcher Ortsteil nun einen neuen Sargwagen erhält. Johannes Schulz aus Auendorf stellte zudem fest, dass der Sargwagen nicht nur bei Erdbestattungen zum Einsatz komme, sondern auch in Fällen, wo der Verstorbene eingeäschert werden soll und auf diese Einäscherung gewartet werden müsse. Gemeinderat Otto Lamparter sprach sich ebenfalls für die Anschaffung von Sargwagen für jeden Ortsteil aus, da „unsere Verstorbenen auch ein Anrecht auf eine würdige Bestattung haben“.

Mit einer Stimmenthaltung beschloss der Bad Ditzenbacher Gemeinderat schließlich den Kauf von drei Sargwagen für insgesamt 5600 Euro. bwk

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