Sanierung der Feldwege muss warten

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15 000 Euro hat die Stadt Wiesensteig in diesem Jahr für die Sanierung von Feldwegen bereitgestellt. Nachdem Bürgermeister Gebhard Tritschler zusammen mit den Jagdgenossen die am dringendsten zu sanierenden Wegabschnitte sondiert hatte, wurde von der Stuttgarter Firma SSVG für Straßenbau ein Angebot eingeholt. Das Unternehmen bietet Straßensanierungen in einer Art Modulweise an. Die Kommunen können Baufahrzeuge und Geräte mieten und nach einer Einarbeitung durch die SSVG, sofern möglich, mit den eigenen Bauhofmitarbeitern die Straßen sanieren.

Das Angebot der Stuttgarter Firma in Höhe von 102 000 Euro überstieg allerdings die finanziellen Möglichkeiten der Stadt um ein Vielfaches. Bei einem Ortstermin reduzierten Jagdgenossen und Bürgermeister daher die sieben zu sanierenden Wegeabschnitte auf vier, um die Kosten zu drücken. Tritschler lag dafür jetzt ein grob kalkuliertes Angebot für 30 000 Euro vor. Da die Einnahmen im Haushalt derzeit sprudeln, könne man großzügiger sein und außerplanmäßig mehr Feldwege als in der abgespeckten Version vorgesehen sanieren, schlug der Bürgermeister dem Gemeinderat vor.

Nur von April bis September

Ein Vertreter SSVG erläuterte den Stadträten in der jüngsten Gemeinderatssitzung in einem knapp einstündigen Vortrag, worum es bei einer Oberflächenbehandlung von asphaltierten Straßen geht, worauf zu achten ist und welche Möglichkeiten der Sanierung es gibt. Räte und erst recht der Bürgermeister waren schließlich völlig überrascht, als der Fachmann anführte, wann eine  Oberflächenbehandlung sinnvoll sei: Von April bis Mitte September.

Alarmiert hakte Tritschler nach und bekam die enttäuschende Bestätigung: Demnach kann in diesem Jahr kein Weg mehr saniert werden. Der Bürgermeister holte sich schließlich vom Gemeinderat die Erlaubnis ein, die Sanierung im nächsten Haushalt einzustellen. Unklar ist allerdings immer noch, welche Arbeiten in welchem Umfang der Bauhof übernehmen kann. Gemeinsam mit Bauhofmitarbeitern soll das  nun abgestimmt werden. Zunächst hat der Gemeinderat sechs Maßnahmen festgelegt, die 2018 ausgeführt werden sollen. Voraussichtliche Kosten: 70 000 Euro. Ob weitere Wege aufgenommen werden, will der Rat bei den Beratungen zum neuen Haushalt entscheiden.

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