Salacher Pfadfinder holen Sonderpreis für "Trashbusters"

Die Salacher Pfadfinder räumen beim Wettbewerb der Naturschutzjugend den Sonderpreis ab. Die kreativen Müllsammler wurden jetzt von Bundesumweltminister Peter Altmaier ausgezeichnet.

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Bundesumweltminister Peter Altmaier (Mitte) übergibt den Salacher Pfadfindern Jens Bayer, David Volz, Jelena Cvijanovic (in typischer Kluft, von rechts) den Sonderpreis für außergewöhnliche Leistungen.  Foto: 

Rund zehntausend Jugendliche haben sich bundesweit während einer Aktionswoche im November gegen die Vermüllung des öffentlichen Raumes zur Wehr gesetzt. Im Rahmen der Kampagne "Trashbusters" der Naturschutzjugend (Naju) stellten auch Jugendliche von den Salacher Pfadfindern eine Aktion auf die Beine und erhielten dafür jetzt von Bundesumweltminister Peter Altmaier in Berlin den Sonderpreis.

Acht Pfadfinder der Salacher Pfadfinder hatten sich an einem kalten Novembermorgen auf nach Stuttgart gemacht, haben vor den Augen der Passanten Müll auf die Wege und Grünflächen des Schlossparks gekippt und daraufhin die Leute angesprochen sowie alles mit Kameras und Tonbandgeräten aufgezeichnet. Auch die offizielle Erlaubnis des Landes hatten sich die Pfadfinder eingeholt und nur die Aufnahmen von Passanten verwendet, die ihr Einverständnis im Nachhinein gegeben hatten.

Das Projekt "Trashbusters - Bundesweite Jugend-Aktionswochen zur Abfallvermeidung" zielt nicht nur auf das Beseitigen von unliebsamen Dreck-Ecken im Straßenbild. Es soll für den persönlichen Einsatz eines jeden Einzelnen zum Vermeiden von Abfall und zum Recycling sensibilisieren. Die Idee dazu entstand im Rahmen des Zukunftsdialogs der Kanzlerin. Gut dokumentierte Aktionen wie die der Salacher Rover haben 500 Jugendgruppen deutschlandweit eingesandt. Bundesumweltminister Peter Altmaier zeichnete die sechs Besten im Berliner Umweltministerium aus. Die Gewinner aus Ahlen, Hamburg, Berlin, Buchholz, Günzburg und Salach erhielten Sachpreise im Wert von insgesamt 5000 Euro.

"Wir möchten das Geld in kleine Firmen investieren, die in Afrika zum Beispiel Recyclingfirmen mit ehemaligen Müllbergkindern auf die Beine stellt. Davon haben wir über Greenpeace gehört. So kommt dort das Recyclingsystem in Gang und Menschen in Lohn und Brot", sagt Julia Maier von der Rover-Gruppe, die mit dem Sonderpreis für außergewöhnliche Leistungen ausgezeichnet wurde.

Altmaier hob die Bedeutung des Projektes für die Zukunft hervor: "Natürliche Ressourcen wie erneuerbare und nicht erneuerbare Rohstoffe, Boden, Wasser, Luft und Energie bilden die Grundlage für Lebensqualität und Wohlstand. Schon heute liefert die Rückgewinnung von Müll einen beachtlichen Anteil unserer Rohstoffversorgung. Ich bin beeindruckt, mit welchem Ernst und Eifer sich so viele Jugendliche im Rahmen des Projektes der Naju engagieren und das Bewusstsein über die Schatztruhe Müll verbreiten", betonte der Minister.

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