Salach will Flagge zeigen Gemeinde schafft zwei Elektromobile und Stromtankstellen an

Salach schafft zwei Elektromobile an und stellt zwei Stromtankstellen dafür auf. Dies beschloss der Gemeinderat bei einer Gegenstimme. Die Fahrzeuge werden für 48 Monate geleast.

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Die Elektro-Autos werden laut Bürgermeister Bernd Lutz gefördert. Und zwar durch das Programm "Get eReady" mit 500 Euro pro Monat bis Ende 2015. Fördermittel, die die Leasingraten für die Autos deckten. Die Fahrzeuge, ein Renault Kangoo und ein Smart oder ebenfalls ein Renault, sollen zum Einen dem Hausmeisterteam zur Verfügung gestellt werden, das ohnehin demnächst ein neues Fahrzeug benötige, zum anderen der Verwaltung: "Aufgrund der ständig zunehmenden Vielzahl der zu erledigenden Dienstangelegenheiten der Kernverwaltung ist aus Sicht der Verwaltung die Anschaffung eines Dienstfahrzeugs mittlerweile unbedingt erforderlich", warb Verwaltungschef Lutz bei den Gemeinderäten.

Von denen waren nicht alle überzeugt: "Ich seh nicht ein, wozu die Verwaltung jetzt zwei Elektro-Fahrzeuge braucht", murrte Karl Blessing (SBL), was dem Landwirt prompt die scherzhafte Retourkutsche eines Ratskollegen einbrachte: "Mich wunderts auch immer wieder, wozu ein Landwirt drei Trecker braucht."

Bei der Auswahl eines zweiten Fahrzeugs hatte die Verwaltung zunächst mit einem VW up geliebäugelt, bis sich herausstellte, dass das Auto für eine "Tankfüllung" acht Stunden brauche, während andere schon in drei Stunden komplett geladen seien.

"Wenn man sich als Kommune mit der Umsetzung der innovativen Thematik Elektromobil beschäftigt, ist es nicht damit getan, dass man Elektrofahrzeuge anschafft", erklärte Lutz, der in dem Projekt auch die "einmalige Möglichkeit, Flagge zu zeigen" sieht. Wichtig sei es auch, "Tankstellen" bereit zu stellen. Daher habe man Standorte für Ladesäulen geprüft. Als geeignet seien an der Stauferlandhalle der Bereich Parkplatz Ecke Baumgarten/Staufenecker Straße sowie am Rathaus im Bereich Parkplatz Goethestraße angesehen worden. Beide schlagen nochmals mit jeweils rund 7000 Euro zu Buche. Wobei die Ladestation an der Stauferlandhalle wegen einer bereits vorhandenen Infrastruktur mit knapp 7000 Euro günstiger ist als die "Tankstelle" am Rathaus, die mit fast 7400 Euro kalkuliert wird.

Den Preisen zugrunde liegen Angebote der örtlichen Firma Heldele, die sich bereits seit Jahren mit dem Thema befasse und in Baden-Württemberg im Bereich Elektromobilität eine Vorreiterrolle einnehme, erklärte Lutz.

Zwei Zapfsäulen seien wichtig für die Flexibilität, argumentierte der Verwaltungschef. Denn die Reichweite der Fahrzeuge ist noch recht begrenzt und beträgt nicht mehr als als 160 Kilometer.

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