Sagen rund ums Fuchseck

Thilo Keierleber kennt sich nicht nur in der Gegend aus, er kann auch interessante Geschichten erzählen. So auch bei seiner Tour zum "Sommer der Ver-Führungen" auf das 762 Meter hohe Fuchseck.

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  • Auf der Wanderung zum Fuchseck: Thilo Keierleber (vorne Mitte) erzählte den Teilnehmern am Ausflugsprogramm "Sommer der Ver-Führungen" einiges über Land und Leute. Foto: Maren Bertits 1/2
    Auf der Wanderung zum Fuchseck: Thilo Keierleber (vorne Mitte) erzählte den Teilnehmern am Ausflugsprogramm "Sommer der Ver-Führungen" einiges über Land und Leute. Foto: Maren Bertits
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"Wie heißt es richtig? Der Fuchseck, die oder das Fuchseck?" Eine Wanderin ruft: "Mer ganget auf das Fuchseck." Richtig. So begann die Tour zum "Sommer der Ver-Führungen", gespickt mit zahlreichen Geschichten, interessanten Einblicken und vielem zuvor Unbekannten. Vom Landgasthof "Rommentaler Burgstüble" in Schlat aus wanderten die Teilnehmer zum Gairenbuckel, wo es eine kurze Rast und Getränke gab. Die Panorama-Aussicht auf das Filstal mit den drei Kaiserbergen begeisterte. Und weiter ging es dann auf den Gipfel des Fuchsecks.

Seit es den "Sommer der Ver-Führungen" gibt, ist auch Thilo Keierleber mit seinen Exkursionen dabei. An seiner Seite: Freimut Hößle, Inhaber vom "Rommentaler Burgstüble", der die Touren begleitet. "Als das alles anfing, hatte ich eine Burgführung ausgeschrieben und Hößle hatte eine ähnliche Idee und damit sind wir ins Gespräch gekommen," so Keierleber. Sie hätten anschließend gemeinsam überlegt, welche Touren interessant und ansprechend für den "Sommer der Ver-Führungen sein könnten.

Wie in jedem Jahr war auch diese Wanderung gut besucht. Die meisten der rund 30 Teilnehmer sind zwischen 50 und 60 Jahre alt und sehr gut zu Fuß. Gut 13 Kilometer lang war die Tour aufs Fuchseck.

In den vergangenen Jahren mussten die Wanderungen teilweise wegen der Hitze oder Unwettern abgesagt werden. Zunächst sah es nach Regen aus, aber spätestens als alle oben auf dem Fuchseck angekommen waren, lockerten die Wolken auf und der herrlichen Aussicht auf das Filstal stand nichts im Weg. "Mein Ziel ist, die Umgebung von Schlat bekannter zu machen. Die Teilnehmer wüssten bereits viel, aber längst noch nicht alles", meinte Keierleber. Ihm sei nicht wichtig, wie viele an einer solchen Führung mitmachen, sondern dass die Wanderer ihren Spaß haben, betonte er.

Für Thilo Keierleber ist das Geschichtenerzählen während einer solchen Wanderung zum Hobby geworden. "Am spannendsten ist die Vorbereitung." Im Archiv sei es jedes Mal aufregend, neue Geschichten zu erfahren, sowie mit verschiedenen Menschen ins Gespräch zu kommen. So belebt Keierleber die Führungen dadurch, dass er immer wieder anhält, um Fragen zu stellen oder mysteriöse Sagen zu erzählen. So verblüfft er seine Zuhörer, dass es nicht einen Albtrauf, sondern einen doppelten gebe und zeigte den Teilnehmern die weiße Wand, die besonders im Winter offenbart, was der Name verspricht.

Am Wegesrand weist Keierleber auf Pflanzen wie den Bärlauch hin. Alle Teilnehmer hören sichtlich interessiert zu, als er von den Steinen spricht, die die umliegenden Gemeinden wie Eschenbach oder Heiningen eingrenzen. Oben auf der Spitze liest er das Gedicht von Dr. Theodor Engel vor. Der war Theologe und Geologe und hat vor jeder Predigt gerne auf dem Fuchseck Steine geklopft. Noch heute ist am Gipfel seine Gedenktafel zu betrachten. Zum Schluss erzählt Keierleber noch die Sage vom Fuchseck-Schäfer, der um den 24. August an der Straße am GaiersbacherHof erscheinen soll. Der Schäfer sei mit dem Teufel verbunden gewesen und habe seine Schafe in Raben verwandelt.

Bärbel Blessing wandert mit und ist sehr angetan von der Führung. "Besonders fasziniert bin ich von den Geschichten. Ich habe viele Geschichten nie gehört und einiges noch nicht gewusst." Die Reichenbacherin hat auch die Hiltenburg besichtigt und wandert privat gerne mit ihrem Mann. "Die Aussicht, die Luft, die Geschichten - herrlich."

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