Rundgang durch die Oase

Ob Biographie, die Vielfältigkeit des Heilpflanzengartens oder Rosencreme und Co von Dr. Hauschka Kosmetik, ein Besuch bei der Wala ist spannend.

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Die Besucher dürfen einen Blick in den Heilpflanzen - Naturgarten der Firma Wala in Eckwälden werfen.  Foto: 

Die Warteliste nicht mitgerechnet, kamen knapp 50 Besucher aus dem Kreis nach Eckwälden, um der schwäbischen Firma Wala im Zuge des Sommers der Ver-Führungen einen Besuch abzustatten.

Den wohl weitesten Weg seit dieser Reihe hatte unbestritten Rita Hoppner, die Autorin kam direkt aus Australien. Kein Wunder, denn wie man auch im Image-Film sehen konnte, exportiert das über 1000 Mitarbeiter starke Unternehmen, darunter fast 73 Prozent Frauen, weltweit in über 40 Länder. Circa ein Viertel des Umsatzes werden mit Wala-Heilmitteln und drei Viertel mit Dr. Hauschka Kosmetik erwirtschaftet, das Verhältnis In- und Ausland beträgt 60/40 Prozent. Der Umsatz zur Jahrtausendwende lag bei 38 Millionen Euro, im vergangenen Jahr verzeichnet Wala einen Umsatz von 130 Millionen Euro.

Interessiert verfolgten die Besucher die Informationen und den filmischen (Ein)Blick, wie 1935 mit Dr. Rudolf Hauschka alles begann. Erläutert wurden die wesentlichen Herstellerschritte, allesamt in schonender Handarbeit ausgeführt. Sichtlich beeindruckt waren die Besucher auch von der Gründungsidee, der „eigenen Entwicklung eines rhythmischen Herstellungsverfahren zur Gewinnung wässriger Pflanzenauszüge, die ohne Alkohol haltbar sind“. Das bedeutet: die Heilpflanzen sind dem Einfluss von Polaritäten ausgesetzt: Wärme und Kälte, hell und dunkel, Ruhe und Bewegung. Immer wieder kristallisiert sich heraus, Qualitätsprüfungen und Hygiene haben oberstes Gebot. Ferner werden Farbe, Geruch und Konsistenz ständig geprüft.

Nach der Unternehmensdokumentation ging es in zwei Gruppen mit Monika Ganter und Gisela Herlt hinaus in die grüne Oase. In dem etwa viereinhalb Hektar großen, biologisch-dynamisch bewirtschafteten Heilpflanzen-Naturgarten nach Demeter-Richtlinien, gedeihen rund 150 unterschiedliche Pflanzen. Diese werden sorgfältig und mit großer Achtsamkeit geerntet und zu Urtinkturen, Essenzen, Ölauszügen und Presssäften weiterverarbeitet. „Der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur und den natürlichen Ressourcen ist seit Bestehen der Firma die Basis für unternehmerisches Handeln“, erfahren die Besucher von Monika Ganter, die vor dem Rundgang bittet, Smartphone und Co. auszumachen, da die Strahlung die Arzneipflanzen beeinflussen könnte. Zudem sollte die Pflanzen nicht berührt werden, da viele auch ziemlich giftig seien.

Rund 900 Arzneimittel stellt die Eckwälder Wala in Darreichungsformen wie Ampullen, Globuli, Pulver, Kapseln, Augen- und Ohrentropfen, Zäpfchen, Salben, Öle und Bäder aus grünen Naturhelfern wie Belladonna, Beinwell, Bitterzitrone, Eibisch, Nelkenwurz oder wilden Disteln her. Immer wieder bestaunt die Gruppe diese unersetzbaren Arznei- und Heilpflanzen, die der Gesundheit gute Dienste tun. Anschließend blickten die Besucher noch zum Schluss der Veranstaltung in den Kosmetikbereich von Dr. Hauschka.

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