Ruheraum mit Kuscheldecken

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Der Kindergarten in Nenningen soll mehr Kinder aufnehmen können. Dazu wird im Obergeschoss ein Ruheraum eingerichtet.  Foto: 

Mehrere Gründe führen dazu, dass die Stadt Lauterstein als Eigentümer des Kindergartengebäudes in Nenningen in den Ausbau eines Schlafraumes investiert. Zum einen stößt der dreigruppige Kindergarten bei einzelnen relativ geburtenstarken Jahrgängen an seine Kapazitätsgrenzen. „In diesem Jahr haben wir 18 Vorschulkinder. In durchschnittlichen Jahren sind es neun“, gibt Kindergartenleiterin Britta Zinz ein Beispiel.

Auch für die Zukunft rechnet sie mit steigenden Kinderzahlen, weil die Betreuung der Kinder, die jünger als drei Jahre sind, immer mehr nachgefragt wird. Zudem bleiben die Kinder im Durchschnitt länger als früher. Um der höheren Nachfrage gerecht zu werden, will der Träger des Kindergartens, die katholische Kirchengemeinde, die Zahl der Kinder in der Kleingruppe von zwölf auf 15 aufstocken. „Das reicht sowohl vom Platz als auch von unserem Personalschlüssel“, sagt Michael Lang, der Kindergartenbeauftragte im Katholischen Verwaltungszentrum in Göppingen.

Es gibt aber ein Problem: Das Landesjugendamt hatte es als Interimslösung akzeptiert, dass müde Kinder sich auf einem Sofa im Gruppenraum ausruhen. Oder auf einer von drei Matratzen, die Zinz in den Personalraum gequetscht hat. Der jedoch wird eigentlich für andere Zwecke dringend benötigt: für Gespräche mit Eltern oder interne Besprechungen. Oder als „Lese-Insel“ während der Kooperationsveranstaltungen mit der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. „Das alles ist natürlich nicht möglich, so lange hier drin die Kleinen schlafen“, sagt sie. Mit der Aufstockung um drei Plätze geht der Bestandsschutz verloren. Der Kindergarten St. Josef muss die Vorschriften für Tagesstätten für Unter-Dreijährige dann einhalten: Den Kleinen muss ein separater Schlafraum zur Verfügung gestellt werden.

Lang, Zinz, der Architekt Manfred Hufschmied sowie Experten der Kindergartenfachberatung und des Landesjugendamts überlegten, wie sich dies am besten verwirklichen lässt. „Und wir fanden ein tolle Lösung“, zeigt sich Britta Zinz begeistert. Einer der drei oberen Räume, die von den Kindern bisher als Rückzugsmöglichkeit genutzt werden, soll umgestaltet werden. Die nach oben offenen Wände, die eine akustische Verbindung zur Gruppe ermöglichen, müssen dafür schalldicht verlängert oder neu hochgezogen werden. Die Türen zu den anderen Gruppenräumen sind Fluchtwege. Sie werden aus brand- und schallschutztechnischen Gründen ausgetauscht. Außerdem sollen die hohen Fenster in Zukunft verdunkelt werden können. Als Einrichtung genügen zehn Mini-Matratzen, die für die Kinder auf dem Boden ausgelegt werden, plus Kuscheldecken und Kissen.

„Hier ist es auch einfacher möglich, die Kinder zu beaufsichtigen“, freut sich die Kindergartenleiterin, weil sich dieser Raum direkt neben zwei Gruppenräumen befindet. Der Gemeinderat hat die Pläne einstimmig abgesegnet.Architekt Hufschmied rechnet mit Kosten von 28 500 Euro. Die Baumaßnahmen sollen in den drei Wochen der Sommerferien stattfinden, wenn der Kindergarten geschlossen ist.

Vorschulkinder besuchen derzeit den Kindergarten in Nenningen. In durchschnittlichen Jahren sind es nur neun Kinder, berichtet die Kindergartenleiterin Britta Zinz.

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