Rückgrat im ländlichen Raum

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Marlies Blume warb bei dem Geburtstag des Kreislandfrauenverbands für „mehr Leben in der Arbeit, mehr Familie im Beruf, auf mehr Menschlichkeit immer und überall“.  Foto: 

Eine aufwändig und wunderschön geschmückte Gingener Hohensteinhalle war am Mittwoch der Ort, an dem der Kreislandfrauenverband Geislingen seinen 70. Geburtstag feierte. Mehr als 220 Landfrauen aus den 18 Ortsvereinen, die zum Kreisverband gehören, ließen sich zu der Geburtstagsfeier einladen und erlebten einen harmonischen Nachmittag mit Musik, Kaffee und Kuchen, Gratulationsreden – und mit der Kabarettistin Marlies Blume.

Lieselotte Zeller, die Vorsitzende des Kreisverbands Geislingen und außerdem Vize-Präsidentin des Landfrauenverbands Württemberg-Baden hieß die Besucherinnen – und einige wenige männliche Ehrengäste – herzlich willkommen. „70 Jahre Kreislandfrauen, das ist ein Grund zu feiern“, konstatierte sie und betonte, dass die Ideen und Visionen der Landfrauen den ländlichen Raum in den vergangenen 70 Jahren weiterentwickelt hätten. Die Landfrauenarbeit habe die ländliche Heimat attraktiver gestaltet, bewahre die Tradition und stehe dennoch dem Fortschritt positiv gegenüber. „Wir sind immer am Puls der Zeit, reden mit, wenn es um gesellschaftliche Belange geht und mischen uns ein“, sagte sie in ihrer Grußrede, in der sie sich auch ausdrücklich für den Einsatz der Landfrauen Gingen bedankte, die die Halle so gastlich hergerichtet und für Kuchen gesorgt hatten. Außerdem freute sie sich über die musikalischen Beiträge des Landfrauenchors.

Hick lobt fleißige Landfrauen

„Hausherr“ Marius Hick bezeichnete die Hohensteinhalle als „Wohnzimmer“ der Kreislandfrauen und freute sich darüber, dass diese hier jedes Jahr ihr Adventstreffen abhielten. „Landfrauen sind fleißig, zuverlässig, warmherzig, durchsetzungsstark und modern“, zählte der Gingener Bürgermeister einige Eigenschaften der Landfrauen auf, um zu resümieren: „Es ist gut, dass es sie gibt. Wenn man die Landfrauen braucht, ist auf sie Verlass.“

Weil die Präsidentin des Landfrauenverbands, Marie-Luise Linckh, wegen einer Terminüberschneidung nicht selbst anwesend sein konnte, verlas Lieselotte Zeller deren Grußschreiben. Darin attestierte Linckh allen Landfrauen „kompetenten und vielfältigen Einsatz in der Gesellschaft.“ Sie forderte die Anwesenden auf, gemeinsam die Zukunft zu gestalten und brachte das Gesagte auf den Punkt mit den Worten: „Jede einzelne ist wichtig.“

Färber lobt Frauen

„70 Jahre Kreislandfrauen bedeuten  70 Jahre Zusammenarbeit. Auch mit dem Kreisbauernverband Göppingen“, betonte Hermann Färber, der in seiner Funktion als Vorsitzender des Kreisbauernverbandes gekommen war. 20 dieser 70 Jahre habe er miterlebt und diese Zusammenarbeit als „gutes und konstruktives Miteinander“ empfunden. „Als Kreislandfrauenverband bildeten Sie bereits eine Interessensvertretung, lange bevor andere auf diese Idee kamen“, lobte er und bezeichnete die Landfrauen als „Rückgrat im ländlichen Raum“. „Dafür sage ich ein herzliches Dankeschön“, sagte Färber und überreichte je einen Blumenstrauß an Lieselotte Zeller und an Anne Breitenbücher, die Vorsitzende des Kreislandfrauenverbands Göppingen.

Lachen mit Marlies Blume

Bevor sich die 220 Frauen ans Kaffeetrinken und Kuchenessen machten, erlebten sie eine Stunde fröhliches Kabarett mit einer Frau in Pink: Marlies Blume. Die Weltenbürgerin mit schwäbischem Migrationshintergrund analysierte auf humorvolle Weise Wesen und Entwicklung der Frauen in den vergangenen 70 Jahren und appellierte im Endeffekt für „mehr Leben in der Arbeit, mehr Familie im Beruf, auf mehr Menschlichkeit immer und überall“.

Nach der Kaffeepause ehrte Lieselotte Zeller – stellvertretend für alle Landfrauen der vergangenen 70 Jahre – die Ehrenvorsitzende Anna Straub, die jedoch nicht anwesend sein konnte sowie die zweite Ehrenvorsitzende im Kreis, Maria Zahn.

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