Rollläden schützen nicht vor Einbrechern

Polizei und Stadt Ebersbach arbeiten beim Einbruchschutz zusammen: Bürger konnten sich gestern im Sicherheitsmobil des Landeskriminalamtes über Möglichkeiten informieren, ihre Häuser zu schützen.

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Kommissar Jürgen Aspacher (Mitte) informierte Bürger in Ebersbach, wie sie sich gegen Einbrecher schützen können.  Foto: 

Ein Einbruch lässt bei vielen Menschen neben dem finanziellen Schaden oft ein unbehagliches Gefühl zurück. Das verlorene Sicherheitsgefühl wird meist von psychischen Folgen begleitet. Dabei könnten sich Bürger mit wenig Aufwand schützen, meint Jürgen Aspacher. Der Kommissar berät Bürger im "i-Mobil" der Polizei über Sicherungsmaßnahmen an Haustüren, Fenstern und Rollläden.

Für die Sicherung der Haustür hat Aspacher drei Tipps, die es zu beachten gilt: Erstens sollten Bewohner ihre Tür immer mit einer Mehrfachverriegelung versehen. Das einfache Ansetzen am Schließblech reiche in dem Fall nicht aus, um die Tür aufzubrechen. Des Weiteren sollte die Haustür Hintergreifhaken besitzen. Damit werde das Aufhebeln im Bandbereich verhindert. Zuletzt empfiehlt der Experte von der Kriminalpolizei, sogenannte Schutzbeschläge für die Zylinder zu installieren. Sichtbare Zylinder seien leicht angreifbar. Spezielle Profilzylinder schützten darüber hinaus vor dem Aufbohren der Schlösser.

Aspachers Ausführungen folgt auch Mike Bachmann interessiert: "Ich möchte mich über Möglichkeiten zum Schutz unseres alten Bauernhauses informieren", erzählt Bachmann. Für das mit vielen Fenstern und Türen versehene Bauernhaus empfiehlt der Kriminalhauptkommissar den Einbau einer Alarmanlage. Nachrüstungen für alle Fenster und Türen würden hohe Kosten verursachen. Die Alarmanlage stelle eine sinnvolle Alternative dar. Völlige Abschreckung biete diese Variante aber dennoch nicht, so Aspacher. Gar nicht zu empfehlen sei dagegen der Schutz durch Rollläden, sagt Thomas Wurster vom Landeskriminalamt. Fehlende Hochschiebesicherungen, billiges Material und schwache Führungsschienen stellten kein Hindernis dar. Wurster rät, zum Schutz der Fenster Zusatzkastenschlösser, Bändersicherungen und Fensterstangenschlösser zu installieren.

Über diese und weitere Tipps freute sich auch der Bürgermeister Sepp Vogler: Präventivmaßnahmen seien wichtig, deshalb stehe die Gemeinde im intensiven Austausch mit der Polizei. Aufklärungsbedarf sieht Kommissar Aspacher ebenfalls noch: "Die Leute haben keine Ahnung und werden dann noch schlecht beraten."

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