Riesengaudi beim Menschenkickerspiel

Wer braucht schon den VfB? Immer in Bewegung bleiben - lautete die Devise beim zweite Menschenkicker-Turnier der Kreislandjugend Göppingen.

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Schon von weitem sind verzweifelte Schreie wie "gib ab", "do hinter dir" oder "du schiaßt wie a Weib, hau stärker druff" zu hören. Die Mannschaft scheint wohl hinten zu liegen, was bedeutet: Jetzt müssen nochmal alle Kraftreserven mobilisiert werden. Denn das "Fußballspiel" auf dem mit Luft gefüllten Gummiboden, bei dem keine Hochleistungs-Kickstiefel für schnelle Tore sorgen, ist anstrengend, aber lustig.

Bereits zum zweiten Mal kam bei der Kreislandjugend Göppingen nicht das meterlange dicke Seil beim Tauziehen zum Einsatz, sondern ein nicht minder lebhaftes Menschenkicker-Turnier. Bereitet den Kleinen häufig eine Hüpfburg sportliches Vergnügen, erfreuen sich die älteren "Kinder" an dem übergroßen XXL-Nachbau eines Tischkickers.

Fünf Mannschaften, darunter Bauwagen Oberhausen (12 Punkte, 1. Platz), Jürgen Frey & Team (9/2.), Freiwillige Feuerwehr Wangen (4/3.), Landjugend Göppingen (2/4.) sowie Bauwagen Neidlingen (1/5.) meldeten sich bei den Kreislandjugend-Mitgliedern Christina Hummel und Marina Kirsamer zum Turnier. Nach und nach finden sich immer mehr Zuschauer auf der Wiese ein. Als schmückendes Beiwerk haben die Organisatoren für all diejenigen, die mit Ballspielen nicht so viel am Hut haben, eine kleine Oldtimer-Ausstellung auf die Beine gestellt. Der zwölfjährige Tim ist ganz begeistert: "Voll cool, am liebsten würde ich mitspielen. Schade, dass man das nur in einer Gruppe kann und sich vorher auch anmelden muss."

Bei gutem Fußballwetter, nicht zu kalt und nicht zu warm, schlüpfen ein Torwart, je zwei Stürmer und Mittelfeldspieler einer Mannschaft in die Haut einer Kickerfigur und halten sich auf wackligem Untergrund an den Gummiwülsten fest.

Das Spiel beginnt mit dem Einwurf des Balles durch den Schiedsrichter Ralf Öchsler an der Mittellinie. In einem bestimmten Bereich darf sich der Spieler zwar frei bewegen, muss jedoch durch zwei Schlaufen die Gummiwulst ständig mit beiden Händen fest umschließen und sich dabei mit dem Oberkörper oberhalb dieser Barriere befinden: Handspiel ist nicht erlaubt. Auch das Hangeln nach hinten oder vorne ist nicht gestattet. Tore zählen aber nur, wenn der Ball unterhalb gespielt wird.

"Jeder spielt gegen jeden, nach fünf Minuten werden die Seiten gewechselt", klärt Christina Hummel auf. Obwohl Tanja Kirsamer, Sandra Kober, Annemarie und Rosalie Kuch sowie Hahn im Korb Steffen "Stefanie" Wachter vom Team Bauwagen Neidlingen Schlusslicht sind, lassen sie sich die gute Laune nicht vermiesen. "Wir widmen uns jetzt dem Trinksport", witzelt Andreas Hepperle, seines Zeichens Ersatzspieler.

Kreislandjugend Göppingen

Jugendverband Der freie Zusammenschluss von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im ländlichen Raum, einstmals als Verband für "junge bäuerliche Menschen" gegründet, sieht sich als Jugendverband, in dem sich weibliche wie männliche Heranwachsende wiederfinden.

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