Rettung aus Falkensteiner Höhle

In einer aufwendigen Rettungsaktion haben Malteser aus dem Kreis Göppingen einen Verunglückten aus der Falkensteiner Höhle geholt. Der Mann hatte sich den Arm gebrochen und steckte in der Höhle fest.

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Ein Retter der Malteser in der Falkensteiner Höhle.  Foto: 

Sonntag 14.39 Uhr, die Rettungsleitstelle Göppingen übermittelt der Malteser Höhlenrettung, die in Uhingen stationiert ist, den Notruf. Ein 60-jähriger Mann hatte sich knapp 1000 Meter weit in der Falkensteiner Höhle so kompliziert den Arm gebrochen, dass er nicht mehr durch die engen Kletterpassagen zurück konnte. Er hatte starke Schmerzen und musste von Spezialisten der Höhlenrettung behandelt und in einer Trage zum Ausgang zurückgebracht werden.

Das Problem: Es lagen enge Kletterstellen und ein Siphon zwischen ihm und dem Ausgang. Deshalb lief eine groß angelegte Rettungsaktion an. Nachdem der Notarzt und weitere Retter bei dem Patienten eingetroffen waren, schienten sie dessen Arm. In Höhlen herrscht eine Temperatur von acht Grad, der Patient musste also auch warm gehalten werden, um einer Unterkühlung vorzubeugen, die vor allem in Wasserhöhlen wie der Falkensteiner recht schnell gefährlich werden kann. Hierzu stehen der Höhlenrettung Spezialgeräte wie Atemlufterwärmer, Wärmezelt und chemische Wärmequellen zur Verfügung. Schlüsselstellen beim Transport in einer Spezialtrage waren mehrere enge Kletterstellen, die mit Flaschenzugsystemen ausgerüstet wurden um die Trage mit dem Verunglückten nach oben zu ziehen oder abzulassen. Eine große Herausforderung war schließlich der Siphon, der mit Tauchern und einem Atemgerät für den Verletzten überwunden werden konnte. Um 23.42 Uhr wurde der Verletzte am Portal der Falkensteiner Höhle der Bergwacht übergeben, die ihn zum Parkplatz transportierte, wo er vom Rettungsdienst entgegengenommen werden konnte.

Beteiligt waren rund 33 Höhlenretter - unter anderem Taucher, Rettungsassistenten und ein Notarzt. Sie rekrutierten sich aus den Reihen der Malteser-Höhlenrettung und der Höhlenrettung Baden-Württemberg die bei solchen Einsätzen Hand in Hand zusammenarbeiten. Ganz vorne mit dabei waren Michael Eberhardt und Benjamin Gorr, zwei junge Mitglieder der Malteser, die erst im Mai die Prüfung zum Höhlenretter (HRVD) abgelegt haben. Die rund 20 aktiven Mitglieder der Höhlenrettung des Malteser Hilfsdiensts haben in ihren Reihen Rettungsassistenten, einen Notarzt, einen Sprengberechtigten sowie Höhlentaucher und Geologen und sind in Uhingen stationiert.

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