Remsmittelpunkt wird herausgeputzt

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Ein unscheinbarer Ort, ein Stück begradigte Rems, ein geschotterter Flecken Erde: Das soll sich zur Remstal-Gartenschau gravierend ändern. Der Lorcher Gemeinderat traf sich an einem wichtigen Platz: Es ist der geografische Remsmittelpunkt. Er liegt in Waldhausen auf Höhe des Sportplatzes. Wie der Mittelpunkt zur Gartenschau aussehen soll, das zeigt Landschaftsplaner Peter Geitz. Die Räte stimmten in der anschließenden Sitzung für seine Ideen.

Zwischen Essingen und Rems­eck liegen 78 Flusskilometer. Dank vieler Windungen ist die Mitte auf Lorcher Areal, wenige Meter von der Kreisgrenze entfernt. Für den Landschaftsplaner trägt Sandra Seefeld die Pläne vor: Wo zurzeit Gestrüpp und hoher Baumwuchs einen Blick auf die an der Stelle begradigte Rems verhindern, soll ein eindeutiges Zeichen gesetzt werden: Die eigentliche Mitte wird mit einem Steinmonolith markiert. Er wird umgeben von Steinkreisen und auf der Landseite von kreisförmig angelegter Bepflanzung. Besucher erleben dann die Rems aus nächster Nähe. Dazu wird ein Uferpodest gebaut, gerade mal 20 Zentimeter über der Normalwasserhöhe. Zu diesem Platz führen Treppen und eine Schräge. Bürgermeister Karl Bühler und die Stadträte begrüßen die Planung. Es gibt nur kleine Verbesserungsvorschläge. So sollen die Rad-Abstellplätze nicht auf den wertvollen kleinen Platz kommen, sondern südlich des Radwegs. 

350 000 Euro kostet das Vorhaben, das möglichst rasch umgesetzt werden soll. Mit dabei auch eine optische wie biologische Verbesserung der Rems. Um ihr den spröden Charme eines Beinahe-Kanals zu nehmen, sollen Uferkanten modelliert und der Fluss aufgelockert werden. Dazu dienen so genannte Störsteine, ganz ähnlich wie im Gmünder Remspark. Hufeisenförmig platzierte Steine sollen für ein besonderes Wellenbild sorgen. Weidenbündel und Wurzeln bringen dem Uferbereich die Natur zurück. Bäume, die für den Blick auf den Mittelpunkt der Rems geopfert werden, sollen an anderer Stelle neu gepflanzt werden. Die Kosten für die Rems-Umgestaltung betragen rund 100 000 Euro. Das geht nicht zu Lasten der Stadt Lorch, es ist eine Aufgabe des Wasserwirtschaftsamts und wird vom Land bezahlt.

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