Rechberghäuser Kompostplatz: Kritik an Kommunikation des AWB

Mit der Schließung des Rechberghäuser Kompostplatzes geht auch Kritik an der AWB einher: Man sei zu spät informiert worden, klagen die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden.

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Der betroffene Grüngutplatz liegt an der K 1410 in Rechberghausen. Ab kommenden Montag wird er geschlossen. Der neue Platz soll Ende des Jahres öffnen.  Foto: 

Nachdem bekannt wurde, dass der alte Rechberghäuser Grüngutplatz an der K 1410 ab kommenden Montag geschlossen werden muss, üben die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden Rechberghausen und Birenbach Kritik am Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises (AWB). Mit der Kommunikation des Unternehmens sei man nicht glücklich.

So habe man von der Schließung in Rechberghausen zufällig erfahren, berichtet Bürgermeisterin Claudia Dörner. Am 2. Oktober habe sie vom Bauhofleiter gehört, dass der alte Platz ab dem 9. Oktober gesperrt werden soll. Dieser wiederum erfuhr von der Schließung durch ein Gespräch mit der Schredderfirma.

Der AWB bestätigte der Gemeinde auf Nachfrage, dass der Platz dicht gemacht wird. Das Mitteilungsblatt war bereits gedruckt, die Gemeinde wehrte sich gegen den Termin am 9. Oktober. „Ohne die Bürger im Blättle zu informieren, wäre das gar nicht gegangen“, so Dörner. Der AWB lenkte ein und verschob den Termin auf den 16. Oktober, kommenden Montag. „Das kam sehr überraschend“, gesteht Dörner. Sie hätte sich gewünscht, früher informiert worden zu sein. „Wir sind als Gemeinde ja nicht im Bauablauf drin“, so die Bürgermeisterin. Dass der Platz geschlossen werden muss, sei nie kommuniziert worden.

Grund für die Schließung sind Bodenaustauscharbeiten im Rahmen des Baus des neuen Sammelplatzes des Kreises, der ab nächster Woche gebaut wird und dann alle Schurwald-Gemeinden ab­decken soll. Schotter vom alten Platz wird abgetragen und zur neuen Stelle gebracht. Denn der alte Platz soll, so waren sich AWB und die Gemeinde Rechberghausen einig, zur Obstbaumwiese renaturiert werden.

Beim AWB rechnet man damit, dass der Platz bis Ende des Jahres fertig gestellt wird – sollte das Wetter mitspielen. Die einzige Möglichkeit, noch in diesem Jahr mit dem neuen Platz fertig zu werden, sei gewesen, jetzt zu starten, so Dirk Hausmann, Betriebsleiter des AWB.

Auch im Birenbacher Gemeinderat am Montag kam das Thema auf. Da die Gemeinde keinen eigenen Platz hat, fahren die Birenbacher ihr Grüngut, bis der neue Kreis-Sammelplatz fertig gestellt wird, auf den alten Platz in Rechberghausen. Von der Schließung wurde auch die Gemeindeverwaltung überrascht. Bürgermeister Frank Ansorge attestiert dem AWB eine „unglücklich Handhabung“ mit dem Thema. „Wir hätten uns eine andere Kommunikation seitens des AWB gewünscht“, sagt Ansorge. Er selbst habe erst aus der NWZ erfahren, dass der Platz geschlossen wird und auch die Birenbacher künftig den Göppinger oder Faurndauer Platz anfahren müssen. Von der Gemeinde Rechberghausen kommt allerdings die Information, man habe Birenbachs Kämmerer Achim Gromann informiert, nachdem für die Gemeinde klar war, dass der Platz schließt.

Für AWB-Betriebsleiter Dirk Hausmann stellt sich die Sachlage jedenfalls anders dar: Man habe ja schon lange Bescheid gewusst, dass der Boden ausgetauscht wird. Dass auch der alte Platz mit Beginn der Bauarbeiten für den neuen gesperrt werden muss, hätte sich also erschließen können. Zwei Wochen Vorlaufzeit seien zudem durchaus vertretbar, so der Betriebsleiter, zumal es ja auch Alternativen gebe.

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