Rainbow City: Eine Stadt nur für Kinder

Die Spiel- und Lernstadt Rainbow City gastiert zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder im oberen Filstal. Kinder und Betreuer freuen sich auf eine schöne Zeit.

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    Bei allen Pflichten: In Rainbow City steht der Spaß im Vordergrund. Foto: 
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    Sogar einen Friseursalon gibt es in der Spiel- und Lernstadt. Foto: 
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Die Kinderstadt Rainbow City hat am Dienstag in Wiesensteig ihre Pforten geöffnet. Im vergangenen Jahr war das integrative Spiel- und Lernprojekt zu Gast in Salach, heuer ist das Gelände der Wiesensteiger Grund- und Hauptschule offizielles „Stadtgebiet“ von Rainbow City. Vorstand und Betreuer Klaus Fischer hat die GZ auf einer „Stadtführung“ mitgenommen.

„Kinder, die bei uns mitmachen, kommen zuerst einmal aufs Arbeitsamt“, erklärt Fischer und zeigt auf ein Zelt voller Bänke und Tische. „Heute ist der erste Tag, da darf jeder überall hineinschnuppern, ab morgen werden die Arbeitsplätze verteilt.“ Die Arbeitsmöglichkeiten in Rainbow City sind zahlreich: Restaurants aller Couleur, Saftbars, Salatbars, Frisör und Massagestudio laden zum Schlemmen und sich verwöhnen lassen ein. Abgesehen von den jugendlichen Betreuern haben nur Kinder das Recht, in der Stadt zu arbeiten und einzukaufen. Eltern sind im Besuchercafé herzlich willkommen. Die Währung von Rainbow City wird übrigens „Rainies“ genannt, für einen Arbeitstag erhalten die Kinder 30 davon. Wie jede ordentliche Stadt braucht Rainbow City auch einen Bürgermeister: „Er oder sie wird selbstverständlich demokratisch gewählt“, erzählt Klaus Fischer lächelnd, „mit einem richtigen Wahlkampf mit Plakaten und Nominierung.“

Wo die Plakate herkommen? Fischer grinst: „Aus der Rainbow-City-Druckerei natürlich. Einmal verdiente „Rainies“ müssen jedoch nicht gleich wieder für Crepes, Pudding, Pizza oder Saft ausgegeben werden. Eine Institution der Kinderstadt ist die Bank. Nicht wie die meisten Läden und Restaurants in einem Zelt untergebracht, sondern sicher im Gebäude der Hauptschule aufgebaut, wartet sie auf die Ersparnisse der Bewohner. Die vier Jungs am „Schalter“ berichten stolz: „Wir wollen dieses Jahr sogar Zinsen anbieten. Wer seine Rainies abends bringt und am nächsten Morgen wieder abholt, hat mehr als vorher.“ Fischer freut sich sichtlich über die Idee. „Wir müssen nur noch herausfinden, wie man Zinsen berechnet“, geben die Jungs aber gleich zu.

Die Betreuer der Stadt sind einfach zu erkennen: Auffällige blaue Shirts mit dem Logo der Stadt weisen sie aus. „Uns ist wichtig, dass wir keine Lücke zwischen den Altersstufen haben“ erläutert Fischer, selbst im blauen Shirt. „Mit 13 Jahren sind sie noch Bürger, ab 14 können sie als Betreuer dabei sein. „

Wir achten sehr auf Inklusion und Integration“, sagt er weiter. Deshalb sind in diesem Jahr auch zum ersten Mal Flüchtlingskinder und junge Flüchtlinge aus Wiesensteig dabei. Die Spielstadt ist nicht nur Spaß für die Kinder, die sie als Bürger bewohnen, sondern bietet auch Abwechslung für die Betreuer zwischen 14 und 28 Jahren. Für sie gibt es ein eigenes Abendprogramm mit Kino, Freibadbesuchen, Bowling, Grillabenden und vielerlei Spielen.

Am kommenden Sonntag, 28. August, soll dann ab 11Uhr das große Stadtfest mit Luftballonstart steigen. Für die Eltern und hoffentlich zahlreichen Besucher wird mit Kaffee und Kuchen gesorgt sein. Natürlich wird auch ein spannender Artikel darüber erscheinen. Mit der „Rainbow-City-Times“ erscheint sogar eine eigene Zeitung in der Regenbogenstadt.

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