Räte verspüren nach kurzer Zeit „Verjüngungseffekt“

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Bürgermeister Heim (vorne) nimmt als einer der ersten Probanden auf der Liege der Salzgrotte Platz. Foto: Patricia Moser  Foto: 

„Salz ist unter allen Edelsteinen, die uns die Erde schenkt, der kostbarste“, so zitierte Bad Überkingens Bürgermeister Matthias Heim am Freitagabend den deutschen Chemiker Justus von Liebig bei der offiziellen Einweihung der Salzgrotte in Bad Überkingens Thermalbad. Heim war sichtlich stolz auf das neue Gesundheitsangebot im Bad. Der Gemeinderat und weitere Gäste durften die neue Salzgrotte ausprobieren und befanden die Wirkung nach einer 15-minütigen Testphase als ausgesprochen wohltuend. Im Scherz wurden bereits „Verjüngungseffekte“ aneinander bemerkt.

  Die Idee, Salz therapeutisch zu nutzen, kommt aus Osteuropa, so wurde weiter erfahren.  Bergbau wurde auch in Bad Überkingen unter dem Michelsberg schon betrieben. Dem körperlichen Wohl widmet sich die Kurgemeinde ebenfalls schon lange. So lag die Idee einer Salzgrotte nahe, hieß es bei der Feier.

Auch die Physiotherapiemöglichkeiten bei Brigitte und Klaus Reh im Haus wurden angesprochen. So ist eine Atemtherapie als Symbiose von Trockeninhalation und Bewegungstherapie geplant. Die 45 Quadratmeter große und 2,10 Meter  hohe Salzgrotte bietet  zehn Gästen Platz. Auf bequemen Liegen kuschelten sich die Gäste gemütlich ein und blickten entspannt zum illuminierten „Himmel“. Wechselnde Farben boten Farbtherapie, während sich die Luftfeuchtigkeit im Raum um 40 Prozent erhöhte. Diese Luftfeuchtigkeit bindet das tote Meersalz und kann so eingeatmet werden. Ähnlich wie bei einem Spaziergang an der Nordsee profitieren davon die Atemorgane. Positive Effekte sollen sich auch zeigen bei Allergien und Hautkrankheiten. „Im Hinblick auf die Erkältungszeit kaufe ich gleich eine 5-er Karte“, sagte einer der Besucher. „Nach einer vorherigen Anmeldung führen wir immer zehn Gäste als Gruppe für 45 Minuten in die Salzgrotte“, erläuterte der Geschäftsführer des Bads, Thomas Straub. 8000 Salzziegel und knapp zwei Tonnen Steinsalz auf dem Boden beeindrucken schon beim ersten Betreten der Grotte. Bei einer angenehmen Temperatur von 22 bis 24 Grad wird in Kleidung entspannt. Zum Schutz des Toten-Meer-Salzes trägt man Überziehschuhe. Patricia Moser

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