Räte geben Naturschutz den Vorzug

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Uneinigkeit kommt im Gemeinderat Lauterstein selten vor. Ausgerechnet ein eher unauffälliger Tagesordnungspunkt brachte am Mittwochabend ein Ergebnis mit drei Gegenstimmen.

Die Entscheidung der Räte betraf die Aufstellung eines festen Weidezauns am Fuchsrain-Hang bei Weißenstein. Im Rahmen von Naturschutzmaßnahmen soll dort der Magerrasen durch intensivere Schafbeweidung erhalten werden. Bisher kommen dafür mobile Zäune zum Einsatz, deren Auf- und Abbau jedoch sehr arbeitsintensiv ist. Daher schlug Bürgermeister Michael Lenz dem Gremium vor, dort einen stationären Weidezaun zu errichten, der dem Schäfer wesentliche Erleichterung bringe. Von den 26 000 Euro Kosten übernimmt die „Stiftung Naturschutzfonds“ 90 Prozent. Der Stadt entsteht daher ein Eigenanteil von 2600 Euro. Da das Geld nicht im Haushalt eingestellt ist, mussten die Räte zustimmen.

Jedoch stellte Leopold Schmid die Frage, ob dann das Schlittenfahren auf diesem Hang noch möglich sei. Das führte zu einer ausführlichen Diskussion. Bürgermeister Michael Lenz hielt eine Kompromisslösung „aus haftungstechnischen Gründen für die schlechteste Lösung“, Jürgen Storz schlug den „Kriegsburren“ in Treffelhausen als „schöne Alternative zum Schlittenfahren“ vor, Wolfgang Pfeffer wollte jedoch auf jeden Fall die Möglichkeiten erhalten, in Weißenstein direkt Schlitten zu fahren.

Mit drei Gegenstimmen (Wolfgang Pfeffer, Leopold Schmid und Karl-Heinz Auer) entschieden sich die Räte am Ende für den Bau des festen Weidezauns und damit gegen den Schlittenhang.

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