Radwanderbus kommt super an

Ausgebucht! Die Premiere des Radwanderbusses von Göppingen zum Reußenstein war am Sonntag trotz Hitze ein voller Erfolg. Das Echo: Tolle Sache, fahren gerne wieder.

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Gleich zum heißen Auftakt ein voller Anhänger: In Wiesensteig werden die Räder abgeladen und die sonntägliche Tour kann beginnen.  Foto: 

Sonntagmorgen, 9.45 Uhr, Haltestelle Dürnauer Straße. Vor der Gaststätte Krone ist weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Doch Bad Boll ist nun nicht gerade die belebteste Flaniermeile. Laut Fahrplan soll um 9.50 Uhr der Radwanderbus vorbeikommen, um dort zumindest Wanderer (das Aufladen von Fahrrädern ist dort sowie in Gammelshausen nicht möglich) auf den Parkplatz Reußenstein mitzunehmen. Alles gut, es läuft. Das Busunternehmen Hildenbrand ist pünktlich und was noch besser ist: Der Fahrradanhänger ist so gut wie voll.

Im klimatisierten Bus sitzen Radfahrer und Wanderer voller Vorfreude und Erwartung zusammen, die Stimmung ist prima. Edith Hornschuch aus Göppingen und Bärbel Langheinrich aus Dürnau freuen sich darauf und sehen es als schöne Pflicht an, bei der Eröffnungstour mitzufahren. "Einfach super, das Angebot. Eine tolle Entwicklung im Landkreis, wir sind schon viele schöne Routen gefahren", verraten die zwei Frauen, die heute nur zurückfahren möchten. "Aber mit dem normalen Fahrrad, ohne Elektroschub." Neue Sachen erschließen möchte sich Erwin Abele. Wann immer es geht, fahren er und Viola Metschies zusammen Rad und haben nicht nur diesen Anstieg mit Muskelkraft bewältigt. "Egal wie steil, der Fahrtwind bringt Kühlung und auch bei dieser Hitze ist Radfahren besser, als daheim rumzuhängen", erzählt der Göppinger. Seine Lebensgefährtin kann da nur zustimmend nicken, schließlich schreckt die Fahrradbeauftragte bei der Wala Eckwälden ebenfalls vor keinem Berg zurück. Heute hat das Paar das etwa zehn Kilometer entfernte gemeindefreie Gebiet "Gruorn", eine bei Münsingen gelegene Wüstung, als Ziel anvisiert.

Geht es um die Durchschnittsgeschwindigkeit, kommen die "Reisenden" schnell ins Plaudern. Mit einem üblichen Fahrrad schaffe man bei mittlerer Geschwindigkeit in zwei Stunden rund 18 Kilometer, rechnet die Rennradlerin aus Göppingen vor. "Zu schnell und zu viel", ertönt eine Stimme aus dem Hintergrund. "Viola zählt nicht", antwortet Erwin Abele lachend. Doch die lenkt dann ein: "Na gut, dann machen wir halt 15 Kilometer daraus." Radler unter sich. Annemarie Bühler aus Göppingen hört schmunzelnd zu, auch sie begrüßt die Idee mit dem Radwanderbus.

Steigt nach Bad Boll in Gruibingen und Mühlhausen niemand mehr zu, mag man sich in Wiesensteig fast die Augen über diese Mitfahrer reiben. Der 15-jährige Engin und seine drei Freunde Elif, Emre und Metin steigen zu. "Wir mögen es draußen zu sein. Heute fahren wir an den Filsursprung, dort warten unsere Eltern auf uns", verrät der Älteste. Anja Konz aus Böblingen und Jörg Fleischer aus Göppingen wandern oft und gerne und freuen sich, dass auch Fußgänger den Service für kleines Geld nutzen können. "Wir laufen heute die 21,3 Kilometer nach Schlat und genießen die Natur intensiver per pedes als auf dem Rad."

Zur Stärkung stellte das Team vom Amt für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur Getränke und Butterbrezeln bereit. Und dann gibt es noch ein paar offizielle Worte zur Premiere des Radbusses.

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