Projekte zum Schutz der Landschaft

Der Landschaftserhaltungsverband ging auf Entdeckungstour im Raum Donzdorf und Lauterstein und besichtigte Projekte zur Landschaftspflege.

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Die diesjährige Exkursion des Landschaftserhaltungsverbandes Landkreis Göppingen (LEV) führte jüngst in den Raum Donzdorf und Lauterstein. Bei einer Bustour mit Wanderung wurden den Teilnehmern vor Ort Landschaftspflegeprojekte vorgestellt, die der LEV umsetzt, wie der Verein in einer Pressemitteilung berichtet.

An der ersten Station im Naturschutzgebiet „Heldenberg“ auf Gemarkung Winzingen wurde die Gruppe auf dem ortsansässigen Schäfereibetrieb von Irene Reindel und deren Schafherde erwartet. Der Betrieb beweidet am Heldenberg einen sogenannten Hutewald im Rahmen eines Landschaftspflegevertrages, der vom Land­schafts­­erhaltungsverband fachlich betreut wird. Irene Reindel verwies auf die schwierige Situation für Schäfereibetriebe.

Erhaltung blütenbunter Wiesen

Bei der zweiten Station der Tour stand die Erhaltung und Wiederherstellung von blütenbunten Wiesen im Vordergrund. Diese Wiesen sind durch eine traditionelle Heunutzung entstanden, genießen mittlerweile einen europaweiten Schutz und sollen im Rahmen des europäischen Schutzgebietssystem „Natura 2000“ erhalten werden. Dass dies unter den aktuellen Rahmenbedingungen der Landwirtschaft eine Herausforderung darstellt, erläuterte Erich Leins, der mit seiner Frau einen landwirtschaftlichen Familienbetrieb im Nebenerwerb bewirtschaftet. Das Aufkommen von Giftpflanzen in den extensiv bewirtschafteten Wiesen, wie der Herbstzeitlose, macht es den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben immer schwerer, das Heu im Betrieb zu verwerten.

Giftpflanzen erschweren Arbeit

Nach einem von der Familie Leins vorbereiteten Vesper machte sich die Gruppe zur nächsten Station am Fuße des Galgenbergs bei Nenningen auf. Inmitten der Streuobstbestände im Landschaftsschutzgebiet Christental berichteten Bürgermeister Michael Lenz und Karl-Heinz Auer über das im Rahmen der Streuobstkonzeption des Landes umgesetzte Fördermodul Baumschnitt in Streuobstwiesen und die Unterstützung durch den LEV.

Am Aussichtspunkt oberhalb von Nenningen waren die Teilnehmer begeistert vom einzigartigen Blick auf die Landschaft um Nenningen. Wacholderheiden als typische Elemente der Kulturlandschaft prägen das Landschaftsbild am Galgenberg und sind durch Schafbeweidung entstanden.

Bei einem gemeinsamen Imbiss mit regionalen Produkten im Schützenhaus Weißenstein wurde der erlebnisreiche Tag beendet.

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