Proben für das Kindermusical Mio haben begonnen

Das erste große Casting für das Kindermusical "Mio" hat bereits stattgefunden, nun sind alle Sprech- und Gesangsrollen besetzt. Gespielt wird das Stück von Schülern der Hieber- und Filseckschule.

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Von irgendwo ertönt Musik, Kinder kommen von der Schule, spielen Fußball oder Fangen und hören plötzlich Luisa aufgeregt sagen: "Habt ihr schon gehört? Bosse ist verschwunden. Habt ihr Bosse gesehen?"- "Ja, wir wissen es. Aber, ich hab keine Ahnung wo er ist", erwidern Ann-Kathrin, Hakan und Paula und hören nicht auf sich gegenseitig zu necken. Immer wieder wird diese Szene mit verschiedenen Kindern geprobt. Für einen besseren Überblick haben die Jugendlichen Zettel mit ihrem Namen und einer Nummer auf ihren Pullis kleben. Aufmerksam beobachtet Birgit Schuck die Jungen und Mädchen und macht sich immer wieder kleine Notizen. Jede Gruppe lässt sie, ohne dabei etwas zu sagen, zu Ende spielen. Egal, ob Texthänger, falsche Aussprache, zu große Pausen, die Regisseurin verteilt lieber Lob. Motiviert, muntert mit einem flotten Spruch auf oder gibt auf freundliche Art und Weise Tipps.

Das erste große Casting in der Mensa ist in vollem Gang. Jugendlich der Hieberschule sowie der Filseckschule proben für das Kindermusical "Mio", frei nach Astrid Lindgrens "Mio, mein Mio". Die Geschichte über Mut, Freundschaft, Vertrauen und den neunjährigen Waisenjungen Bosse wird in abgeänderter Form im nächsten Sommer aufgeführt. Während eine Gruppe in kleineren Spielszenen ihr Können unter Beweis stellt, probt im Nebenraum eine Handvoll Jungen und Mädchen den "Bosse-Rap". "Wir suchen dich! Wo bist du? Bosse! Er ist weg . . . wir sind weg." Gregor Kissling hat den Titel komponiert und ist wirklich erstaunt, wie gut die Jugendlichen singen. "Toll, wie sie sich einlassen, sie lernen wirklich schnell, das spürt man richtig, dass die Kinder mitmachen wollen", freut sich der Pianist. Peu à peu will er die Lieder dazu schreiben. "Text und Melodie ergeben sich mit der Zeit und Birgits Drehbuch", so der Musiker. Hand in Hand arbeiten alle zusammen, Regisseurin Birgit Schuck und einige Lehrerinnen. Ganz Feuer und Flamme sind die drei Teenager, Maria und Ntina aus Griechenland sowie Héba aus Syrien. Obwohl sie erst seit Juli hier sind, werden sie, wie auch Vitali aus Georgien, nicht müde zu sagen: "Bitte nehmt mich, ich kann das." Auch Varshini aus Sri Lanka ist begeistert von dem Projekt. Während ihr die Rolle des "JumJum" vorschwebt, spekuliert Robin auf die Hauptrolle des Mio.

Claudia Leber, Schulleiterin der Hieberschule, ist vom Tatendrang ihrer Schützlinge begeistert: "Dadurch integrieren sich die Schüler besser in die Klassengemeinschaft, lernen schneller deutsch und gewinnen viele Freunde. Ich freue mich schon richtig auf das Musical".

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