Paten unterstützen Familien bei Überlastung

Bad Ditzenbach wird sich am Projekt "Familienpaten und Integrationsbegleiter" des Landkreises Göppingen beteiligen. Das hat der Rat beschlossen.

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Der Landkreis Göppingen hat das Projekt "Familienpaten und Integrationsbegleiter" ins Leben gerufen, dessen Konzept über die Koordinationsstelle "Frühe Hilfen" entwickelt wurde. Bad Ditzenbachs Hauptamtsleiterin Anja Rosenberger stellte in der Gemeinderatssitzung das Projekt vor und warb sich bei den Räten um die Teilnahme. Wie Rosenberger erklärte, gelte es, ein Unterstützungsangebot für Familien auszubauen und ehrenamtliche Helfer, sogenannte Familienpaten, auszubilden. Diese kommen wiederum über die Kommunen und den dortigen örtlichen Trägern in Koordination mit dem Landkreis zum Einsatz. Wie die Amtsleiterin erwähnte, richte sich das Angebot an Familien und Alleinerziehende, die Unterstützung bei der Alltags- und Haushaltsorganisation brauchen und keine Partner, Freunde oder Familienangehörige haben, die ihnen dabei helfen.

Die Familienpaten sollen Familienmitglieder dabei unterstützen, im Rahmen ihrer persönlichen Möglichkeiten selbst aktiv zu werden (Hilfe zur Selbsthilfe). So könne es zum Beispiel schon von großer Hilfe sein, wenn eine alleinstehende Mutter einmal ohne Kinder einkaufen oder zum Arzt gehen kann oder jemanden hat, mit dem sie ihre Probleme ansprechen kann.

Die Familienpaten sind ehrenamtlich tätige Frauen und Männer, die sich für überlastete Familien in ihrer Gemeinde engagieren wollen und bereit sind, diese im häuslichen Umfeld zu unterstützen. Sie erhalten einen kostenlosen Qualifizierungskurs über das Haus der Familie und werden während ihrer Tätigkeit als Familienpate fachlich durch den Ansprechpartner vor Ort und der Koordinationsstelle "Frühe Hilfen" begleitet.

Jede Familie bezahlt an den ehrenamtlichen Familienpaten vier Euro pro Besuch. Die Familienpaten verrechnen dieses Geld mit ihren Auslagen. Vierteljährlich erfolgt eine Abrechnung mit dem Ansprechpartner vor Ort. Die unmittelbaren Aufwendungen und Auslagen werden ersetzt, Fahrtkosten von der Gemeinde übernommen. Der Pate stellt seine Zeit und die Bereitschaft für ein bis zwei Besuche mit zwei bis vier Stunden pro Woche zur Verfügung. Die Dauer des Einsatzes ist für sechs bis zwölf Monate angedacht, Verlängerungen sind möglich. Darauf aufbauend besteht die Möglichkeit, sich als Integrationsbegleiter qualifizieren zu lassen.

Einstimmig begrüßte der Gemeinderat das Projekt und beauftragte die Verwaltung, über das Mitteilungsblatt nach ehrenamtlichen Personen zu suchen, die sich als Familienpaten und/oder Integrationsbegleiter ausbilden lassen wollen.

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