Landesschau: Obstwiese im Kamerablick

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In Lauda-Königshofen im Taubertal, in Königsbronn bei Heidenheim, am Bodensee, im Schwarzwald: In vielen Ecken des Landes haben die SWR-Wetterreporter in den vergangenen acht, neun Jahren schon Profis durchs Jahr begleitet, die mit dem Wetter leben und leben müssen: Förster, Winzer, Gärtner, den Schwarzwald-Bauernhof. Jetzt sind sie in Hattenhofen fündig geworden. „Wir wollten nicht die klassische Landwirtschaft zeigen, sondern das Thema Streuobstbau“, erläutert Michael Kost, Projektleiter bei der Landesschau für das Wetter. Und so sind sie über einen kleinen Umweg auf Hattenhofen gekommen.  Über Jörg Geiger aus Schlat. Dem innovativen Hersteller von Birnenschaumwein und Co. kennt man in Stuttgart. „Man kommt zwangsläufig auf ihn“, sagt Kost. Geiger machte die Wetterreporter mit den hiesigen Erzeugern von heimischen und alten Obst­sorten bekannt. So auch mit der Familie Läpple aus Hattenhofen. Die war für das Reporterteam ideal. „Sie sind authentisch“, sagt der Projektleiter. „Sie leben das, was wir zeigen wollen.“ Sie leben vom Streuobstbau, nicht nur, aber auch, und dass sie ein Standbein im Erwerbsobstbau haben, darf sich im Wetterreport spiegeln. „Das nehmen wir mit“, sagt Kost.

Das Umfeld passt auch. Hattenhofen ist eine Mustergemeinde der Ökologie, schon lange im Klimabündnis und auf dem Weg zum European Energy Award in Gold, die Flurbereinigung in den 80er Jahren schuf beste Voraussetzungen für eine naturnahe Bewirtschaftung. Erwerbsobstbau und Bio-Obstbau gedeihen einträchtig nebeneinanderr im grünen Hinterland von Hattenhofen.

Für Michael Kost eigentlich keine Entdeckung. Der Journalist und Wetterexperte ist ein großer Hobbyflieger, fünf bis zehnmal im Jahr ist er auch ein fliegender Wetterreporter und moderiert als Pilot, was sein Team hinter ihm vom Flugzeug aus filmt. Klar: „Ich bin schon über Hattenhofen geflogen“, erzählt er, und als sie das Thema Streuobst für 2017 festlegten, hatte er sofort die Bilder der blühenden Streuobstlandschaft vor Augen.

Auch der Kreis Göppingen ist den Wetterreportern geläufig. Sie sind hier immer mal wieder für aktuelle Berichte. Hattenhofen hat für sie auch noch einen ganz handfesten Vorzug. Es liegt günstig. Von hier ist man in einer Autostunde in Stuttgart, in Ulm oder auch in Tübingen, wo der SWR überall Studios hat. Das ist schon wesentlich. Nichts ist schlimmer für die herumtourenden Wetterreporter, als auf der Straße Zeit zu verlieren und gar im Stau zu stecken, sagt Kost. Tagesaktuell muss das Wetter auf Sendung gehen, um 13 Uhr wollen die Fernsehleute schon am Schneiden sein. Sie haben schon losgelegt. Am 20. Januar begleiteten ­Michael Kögel als Reporter und Projektleiter Kost  den Streuobstfachmann Martin Läpple in die verschneite Landschaft bei ­Hattenhofen. Der Schnee war ihnen gerade recht – so konnten sie die Streuobstwiesen im Winterschlaf zeigen. Die Zuschauer erfuhren, wer die Läpples sind, es war eine Einstimmung aufs Jahr, und eben jetzt steht die zweite Folge an. An welchem Tag, ist noch nicht heraus. Aus aktuellem Grund. Stürmisches Wetter ist angesagt, da müssen sich die Wetterfrösche nach dem Geschehen richten.

Streuobstsorten, Wachstum, Erträge, das Biotop, der Arbeitsaufwand, die Geschichte: die Facetten des Streuobstbaus werden den fernsehleuten nicht ausgehen. Kost will aber auch das Erlebnis Streuobstwiese vermitteln. Mit allen Sinnen. „Wenn man sich unter einen Baum legt und das erste Vogelzwitschern hört.“

Folgen Landesschau-Zuschauer wissen: 15 bis 20 mal im Jahr kommen die Wetterreporter zu ihrer „Wetter-Familie“ oder auch Einzelperson. Im Sommer dann in schnellerer Folge. „Kann sein alle zehn Tage“, sagt Kost.

Beiträge Es gibt die unterhaltsamen fünf Minuten-Beiträge, eher mit Magazincharakter, und die eher nachrichtlichen zweieinhalb Minuten.

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