Nur positives Echo für die Lonetalschule

Die Lonetalschule startet durch: Im Herbst mit 24 Schülern gestartet ist die Gemeinschaftsschule ab dem kommenden Schuljahr schon zweizügig.

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Rektorin Claudia Boß freut sich über den guten Start der Gemeinschaftsschule Lonetal. Foto: Lonetalschule

Als Amstetten und Lonsee im Herbst ins Abenteuer "Gemeinschaftsschule" starteten, wusste keiner so recht, auf was man sich da einließ. Inzwischen ist ein gutes halbes Jahr ins Land gezogen und die Bilanz ist erfreulich: "Es gibt nur positive Rückmeldungen. Die Eltern stehen voll hinter der Schule", versicherte Rektorin Claudia Boß dem Amstetter Gemeinderat am Montag. Mit dazu beigetragen haben Hospitationen, bei denen Eltern vor Ort sehen konnten, wie die Schule arbeitet. Spätestens hier sei "der Groschen gefallen und sie haben verstanden, was anders ist". Die anerkannt gute Arbeit an der Lonetalschule hat sich offenbar herumgesprochen: Im Herbst war die Gemeinschaftsschule mit nur 24 Schülern in einer Klasse gestartet, nach den jüngsten Anmeldezahlen werden es im Herbst schon 30 Schüler sein. "Damit können wir auch zwei Klassen bilden und das Konzept der Gemeinschaftsschule auch leichter umsetzen", betonte die Schulleiterin "ganz glücklich".

Der Zuwachs resultiert auch aus Zuwanderung: So werden in den beiden neuen 5. Klassen nach den Sommerferien je ein Schüler aus Beimerstetten und Temmenhausen und drei aus Weiler sitzen. Auch zwei Kinder aus Altheim/Alb sind angemeldet, Eltern aus Weidenstetten haben ebenfalls Interesse. Für Altheimer und Weidenstetter gibt es aber noch keine Busverbindung. Lonsees Bürgermeister Jochen Ogger wollte sich darum kümmern, berichtete Boß. Auf Anfrage der GZ bestätigte Ogger, dass bereits "erste positive Gespräche mit dem Landratsamt stattgefunden haben".

In einer kurzen Power-Point-Präsentation zeigte die Rektorin dann dem Gremium die pädagogischen Grundprinzipien der Gemeinschaftsschule auf. So gehen die Schüler im Gegensatz zum Frontalunterricht beim "Lernen als selbstgesteuertem Prozess" ihren eigenen Weg, was Pensum und Geschwindigkeit angeht. Aber auch das selbstständige Lernen sei ein Lernprozess, weshalb für die Arbeit im "Lernbüro" bislang nur maximal zwei Stunden am Tag angesetzt seien. "Der Rest ist klassischer Unterricht." Der Fachlehrer wird in der Gemeinschaftsschule zum "Lernbegleiter", der Klassenlehrer zum "Lerncoach", der den Schüler über mehrere Jahre hinweg begleitet.

Ob solche guter Nachrichten gab es nur Lob aus dem Gremium. Heinrich Schmohl (FUG) freute zudem, dass jetzt auch in Amstetten und Lonsee der mittlere Bildungsabschluss möglich ist. "Darauf mussten wir lange warten." BNL-Sprecher Walter Sigloch verband sein Lob gleich mit der Frage nach den Wünschen der Schule. Und da hatte die Rektorin mindestens ebenso viel im Gepäck wie in ihrem Rechenschaftsbericht zuvor: Am dringlichsten ist ein weiterer Fachraum für Naturwissenschaften. Auch ein Sozialarbeiter wird benötigt, außerdem sollten die Lehrer von der Mittagsbetreuung entlastet werden. "Sechs Stunden Unterricht, dann Mittagsbetreuung und anschließend noch Nachmittagsunterricht - das schafft auf Dauer keiner."

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