Nur noch wenig freie Urnenstelen

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Noch Bedenkzeit braucht der Ottenbacher Gemeinderat, bevor der Umbau des örtlichen Friedhofs beginnt. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurden zwar die planerischen Vorschläge, die die Landschaftsarchitektin Sonja Wahl entwickelt hat, vorgestellt und diskutiert, jedoch wolle das Gremium das Thema „ein Stück weit setzen lassen“, berichtet Bürgermeister Oliver Franz. Auch sollen die Ideen noch mit den Bürgern diskutiert werden.

Die Bedenkzeit führt dazu, dass der geplante Friedhofsumbau in diesem Jahr nicht mehr über die Bühne gehen wird. Laut Franz ist nun geplant, die Arbeiten im Herbst auszuschreiben und 2018 zwischen Januar und Juni den Friedhof neu zu gestalten. Der Bürgermeister erhofft sich von der Verzögerung auch günstigere Preise, da derzeit „die Baufirmen voll sind“.

Mit der Neuausrichtung des Friedhofs möchte Ottenbach auf die steigende Zahl von Urnenbestattungen reagieren und neue Bestattungsformen anbieten. Zudem stoßen die derzeit auf dem Friedhof vorhandenen Urnenstelen an ihre Kapazitätsgrenzen. Derzeit gebe es nur noch  acht freie Kammern. „Wir hoffen, dass es reicht“, sagt Franz mit Blick auf den Aufschub der Umgestaltung. Urnen könnten aber auch in Erdgräbern beigesetzt werden.

Bei den jetzigen Überlegungen der Ottenbacher spielt auch eine Rolle, dass sie späteren Generationen eine Möglichkeit bieten wollen, den Friedhof zu gestalten. Jetzt gelte es, auf den Bedarf für die nächsten etwa 15 Jahre zu reagieren. Zudem gibt es in dem Teil des Gottesackers, der neu gestaltet werden soll, noch Gräber, bei denen die erwarteten Ruhezeiten noch bis in die 2030er Jahre gehen werden. Somit können nur Abschnitte des Geländes verändert werden. Die derzeitigen Vorschläge der Planerin sehen einen weiteren Platz für Urnenstelen parallel zur Hecke  im rechten Winkel zu den bestehenden Stelen vor. Dabei wird erwogen, die Tujahecke, die laut Franz bis zu 2,5 Meter breit ist, zu roden und durch eine neue Bepflanzung zu ersetzen. Sonja Wahl hat den Ottenbachern auch einen  stilisierten Bachlauf aus wogendem Schilfgras vorgeschlagen. Das Gelände würde zum Urnengemeinschaftsfeld werden, auf dem verschiedene Urnen Platz fänden. An die Toten würden dann Tafeln erinnern. In Ottenbach ist auch vorgesehen, auf dem Friedhof einen Aufenthaltsbereich zu schaffen. Erwogen wird auch ein neuer barrierefreier Zugang.

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