Noch einmal hohes Defizit

Der Umbau des Voralbbades hat die Verluste im vergangenen Jahr noch einmal in rekordverdächtige Höhe getrieben. Künftig sollen sie zurückgehen. Unterdessen kündigt sich weiterer Investitionsbedarf an.

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Das Voralbbad in Heiningen präsentiert sich schmuck nach der Dachsanierung und diversen Aufbesserungen. Am Gebäudekomplex gibt es aber noch Sanierungsbedarf. Foto: Staufenpress

327 000 Euro mussten die Verbandsgemeinden Heiningen und Eschenbach im vergangenen Jahr in den Betrieb und die Unterhaltung des Voralbbads stecken - der höchste Betrag seit mindestens zwölf Jahren. Allerdings ist dies von Umständen bedingt durch die Ausfallzeit der Dachsanierung, die bis April 2011 dauerte. Dadurch sanken die Einnahmen um 27 000 Euro. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben um 68 000 Euro, vor allem durch Unterhaltungsmaßnahmen, die begleitend zum Umbau vorgenommen wurden. Dies gab Dennis Bräunle von der Verbandskämmerei der Verbandsversammlung bekannt.

Wieviel Einsparung die neue Dachisolierung bringt, ist noch nicht heraus. Kämmerer Lothar Stuiber würde dazu erstmal zwei Jahre abwarten, um ein gesichertes Bild zu bekommen.

Erfreulicher Schlusspunkt der Dachsanierung: Die Kosten blieben mit 891 000 Euro deutlich unter den Kostenschätzungen. Dank Minderausgaben von 200 0000 Euro ließ sich im Vermögenshaushalt des Verbands sogar ein Überschuss von 190 000 Euro erzielen - "ein tolles Ergebnis", sagt Bräunle.

Aber neue Investitionen kündigen sich an. In den nächsten Jahren soll auch das Filtersystem für das Beckenwasser ausgetauscht werden. Die jetzigen Sandfilter in Metallbehältern, die trotz gründlicher Wartung im Laufe der Zeit rosten, könnten durch eine Ultrafiltrationsanlage ersetzt werden. Der Vorteil: Diese Filter reinigen feiner und sind erweiterbar, falls mal eine Außenwasseranlage hinzukäme. Die ist zwar nur ganz eingeschränkt möglich, wie der Eschenbacher Schultes Thomas Schubert im vergangenen Jahr eruiert hat. Aber immerhin. Er könnte sich eine Wasserrinne in der Liegewiese durchaus als weitere Attraktion vorstellen. Die jetzige Filteranlage kann nur die jetzige Wassermenge bewältigen. Eine Ultrafiltration, die auch als platz- und energiesparend gilt, würde gleich mal 185 000 oder 400 000 Euro kosten. So lauten Angebote, die die Verbandskämmerei eingeholt hat. Wilfried Eitle (Eschenbach) plädierte für eine gute Lösung, die auf 30 und 40 Jahre hinaus halten solle.

Auch die Dienstwohnung auf dem Voralbbad rückt in den Blick. Die ist verzweifelt schlecht isoliert, wie Verbandsbaumeister Reiner Reule schon lange anmerkt. Jetzt macht der neue Bewohner mit Fotos von Kondensstreifen an den Fenstern darauf aufmerksam. Der Verband will nun Angebote für den Austausch der Fenster einholen, weiß aber auch, dass das nur ein erster Schritt wäre. Das Treppenhaus zur Wohnung sei eine weitere Schwachstelle. Deren Isolierung könnte weitere 50 000 Euro kosten, schätzt Reule. Hinzu kämen die Fassade und diverse Dachflächen. Der Gesamtbedarf könnte bei 200 000 bis 300 000 Euro liegen, meint Reule.

Akut ist die Auswechslung des computergesteuerten Kassensystems für 24 000 Euro. Der Server läuft mit dem völlig veralteten DOS-System, es gibt keine Hardware-Ersatzteile mehr, die Wartungsfirma könne den reibungslosen Ablauf nicht mehr sicherstellen. Ein neuer Server plus Kassenautomat soll in etwa acht Wochen kommen.

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