Nitrat kein Problem im Trinkwasser

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„Bei uns ist das kein Thema“. Nach Berichten über zu hohe Trinkwerte im Trinkwasser, vor allem in Nordrhein-Westfalen, gibt Geschäftsführer Uwe Geiße für das Gebiet der Trinkwasserversorgung Ostalb Entwarnung: In allen drei Pump- und Wasserwerken des Zweckverbandes liegen die Messungen jeweils weit unter dem zulässigen Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter (mg/l). Im Pumpwerk Bolheim wurden bei der jüngsten Untersuchung am 31. März 27,3 mg/l gemessen, im  Wasserwerk Eybtal lag der Wert bei 28,4 mg/l.  Am besten schneidet das Wasserwerk in Bad Überkingen ab. Nachdem es rund um die Gemeinde so gut wie keine intensive Landwirtschaft mehr gibt, spiegelt sich das auch in einem  deutlich niedrigen Nitrat-Wert von 12,0 mg/l. Das entspricht fast dem Wert für Babynahrung, der bei 10,0 mg/l liegt. Die Ostalb-Quellen werden dreimal im Jahr auf Nitrat untersucht.

Da man weit unter dem Grenzwert liegt, macht man sich beim Zweckverband auch noch keine Gedanken über eine weitergehende Wasseraufbereitung wie etwa den Einbau von teuren Aktivkohlefiltern. Bislang wird das Quellwasser im Eybtal und Bad Überkingen zunächst mit Sandfiltern von Schwebstoffen gereinigt. Im Eybtal wird das Trinkwasser anschließend mit Ozon desinfiziert, im Bad Überkinger Pumpwerk kommt Chlor zum Einsatz.

Auch Pestizide sind inzwischen kein Thema mehr beim Zweckverband Ostalb.  „Vor Jahrzehnten gab es mal Probleme in der Magentalquelle“, erläutert Wassermeister Martin Pulvermüller. Wegen zu hoher Atrazinwerte musste die Quelle schließlich Mitte der 1980er Jahre vom Netz genommen werden.

In der Folge dauerte es fast 30 Jahre, bis die Werte des Pflanzenschutzmittels und seines Abbauproduktes  Desethylatrazin soweit gesunken waren, dass die Quelle wieder genutzt werden konnte.

Der Zweckverband Wasserversorgung Ostalb liefert an rund 46.000 Menschen in 17 Gemeinden und Städten jedes Jahr im Schnitt 2,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. 80 Prozent des Wassers wird in den Wasserwerken in Bad Überkingen und Eybtal sowie in der Pumpstation in Bolheim gefördert. Den Rest bezieht der Zweckverband von der Landeswasserversorgung in Langenau.

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