Neues Baugebiet ist auf der Zielgeraden Schlierbacher Rat fällt Satzungsbeschluss

Der Gemeinderat Schlierbach hat den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Breiteweg II gefasst. Der Rat beschloss auch die Ausführungsplanung.

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"In meiner Amtszeit haben wir schon viele Bebauungspläne behandelt, aber noch keinen in dieser Tiefe", blickte Bürgermeister Paul Schmid auf die umfangreichen Vorberatungen mitsamt mehreren Bürgerinformationen und vielen Gesprächen mit Ministerien und Regierungspräsidium zurück. Zuletzt hatte sogar noch ein Gutachten über ein eventuelles Vorkommen der Zauneidechse angefertigt werden müssen.

"Der Bebauungsplan befindet sich nun auf der Zielgeraden", meinte Günter Baumann vom Ingenieursbüro Geoteck, der die Planung im Ratsrund abschließend nochmals vorstellte. Das neue Baugebiet zwischen Friedhof und B 297 war nicht unumstritten: Einerseits fallen den neuen Bauplätzen etwa 100 Obstbäume zum Opfer, andererseits war auch die verkehrstechnische Anbindung über die Breitestraße zusätzlich zur Anbindung an die Göppinger Straße umstritten.

Hier sahen Anwohner durch die neue Straße und den zu erwartenden Verkehr in das Wohngebiet den Wert ihrer Immobilien gemindert. Auch Kurt Moll (CDU) sieht die Planung kritisch: "Ich war ab dem Beschluss zur Anbindung über den Breiteweg dagegen und werde mich bei der Abstimmung enthalten."

Die Gemeinde hat dennoch das Gespräch mit den betroffenen Anliegern gesucht und die Anbindung im strittigen Teil nochmals etwas umgeplant: Ein Grünstreifen mit Hecke soll nun die nördliche Seite der Anbindungsstraße etwas vom Nachbargrundstück absetzen. Mit großer Mehrheit traf der Gemeinderat dann auch den Satzungsbeschluss.

Ebenfalls mehrheitlich beschloss der Rat auch die von der Verwaltung vorgelegte Ausführungsplanung für das Baugebiet. Im September kann nun mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden. Die neue Ringstraße im Baugebiet soll zum verkehrsberuhigten Bereich werden, die Anbindungsstraßen werden 30er-Zonen. Zur Bundesstraße hin wird ein Lärmschutzwall aufgeschüttet, erläuterte Landschaftsarchitekt Roland Lengtat. "Auf dem Wall würden wir dann ein kleines Plateau ausbilden mit einem Spielpunkt für Kinder und einem kleinen begehbaren Aussichtsturm", stellte er die Überlegungen zur Aufwertung des Bereichs vor. Der Aussichtsturm solle einen ungestörten Blick auf den Albtrauf ermöglichen.

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