Neuer Wohnraum in der Ortsmitte

In Bad Überkingen wird eine alte Hofstelle in ein Mehrfamilienhaus umgebaut. Im Gemeinderat gibt es Lob für das Projekt.

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Die Rollläden sind heruntergezogen: Ein Bauherr will das leer stehende Gebäude in der Bad Überkinger Gartenstraße in ein Mehrfamilienhaus umbauen.  Foto: 

In der Bad Überkinger Ortsmitte ist der Wohnraum knapp. Ein örtlicher Investor will nun ein ehemaliges Wohn- und Stallgebäude in der Gartenstraße 8 umbauen, um dort fünf Wohnungen und ein Einfamilienhaus unterzubringen.  Bürgermeister Matthias Heim betrachtet das Vorhaben positiv.  „Wir wollen ja, dass der Leerstand in unserer Ortsmitte umgenutzt wird“, sagte er in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Das Projekt an sich stellte Hauptamtsleiter Marcus Kottmann dem Gremium vor. Demnach plant der Bauherr diverse An- und Umbaumaßnahmen an den Gebäuden.  Ein kompletter Neubau kommt nicht infrage. Der Grund: Das Grundstück liegt im Überschwemmungsgebiet und deshalb müsse die alte Bausub­stanz belassen werden.

Nun soll das vordere Gebäude aufgestockt werden und ein steileres Dach erhalten. Die Garage, deren Dach bislang als Terrasse genutzt wurde, soll überbaut werden. Somit sollen insgesamt fünf Wohnungen entstehen mit Balkone in Richtung des hinter dem Gebäude verlaufenden Rötelbaches. Das weiter hinten liegende Gebäude (Gartenstraße 8/1) wird ebenfalls aufgestockt und zum Einfamilienhaus umfunktioniert. In beiden Gebäuden will der Bauherr zusammen fünf Garagen einbauen. Hinzu kommen noch acht Stellplätze im hinteren Bereich des Grundstückes, die mittels einer Durchfahrt im Stallgebäude angefahren werden.

Im Rat stieß das Bauprojekt auf offene Ohren. „Das ist eine gelungene Geschichte und sehr erfreulich“, bemerkte Reinhard Straub. Lob gab es auch von Werner Straub. Für ihn ist es aber „unverständlich“, warum der Hochwasserschutz so hohe Auflagen verlange – „dort hat es seit Menschengedenken kein Hochwasser mehr gegeben.“ Für Marianne Rasch hat der Bauherr unter den gegebenen Umständen eine gute Lösung vorgelegt. Und Hans-Frieder Walz erinnert das Vorhaben sogar an ein „kleines Fischerviertel wie in Ulm“.  

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