Neue Standards für Eislinger Kindergärten

An den Eislinger Kindergärten wird ein Qualitätsmanagement eingeführt. Dabei wird die Stadt von einer Beraterin unterstützt werden.

|
Das "Pfiffikus" wird für die U3-Betreuung erweitert. Foto: Staufenpress

Die Kirchen und die Stadt als Kindergartenträger werden bei Betreuungsangeboten für unter dreijährige Kinder in den Prozess der Qualitätsentwicklung und in die Erarbeitung von Qualitätsstandards einsteigen. Dies ist eines der Ergebnisse aus dem Arbeitskreis "Bildung und Betreuung" (AKBB), der sich turnusgemäß traf und in dem Vertreter der Träger, Erzieherinnen und Eltern mitwirken.

"Das Qualitätsmanagement leitet sich aus den Vorgaben des Orientierungsplanes für Bildung und Erziehung ab", sagte Bürgermeister Herbert Fitterling im AKBB. Vor diesem Hintergrund und aufgrund eines Antrags der Fraktion der Grünen hatte er bei den pädagogischen Fachkräften der Kinderhäuser in Eislingen für einen Einstieg in dieses Projekt geworben.

Über den vereinbarten Einstieg ins Qualitätsmanagement wurden auch die Mitglieder der Kultur-, Sport- und Sozialausschusses in der jüngsten Sitzung informiert. Oberbürgermeister Klaus Heininger sieht dies als einen Entwicklungsprozess für die Eislinger Kindertagesstätten. Um ein pädagogisches Konzept zu erarbeiten, begleitet eine externe Fachfrau das Qualitätsmanagement. Die Stadt hat dafür die selbstständige Sozialpädagogin Kariane Höhn engagiert. Höhn leitet eine Kindertagesstädte der Stadt Reutlingen, berichtet der OB.

Zunächst sollen Standards für die Angebote bei der Betreuung von unter Dreijährigen erarbeitet werden. Dazu gehört zum Beispiel ein Eingewöhnungskonzept für die Kleinkinder, die einzelnen Schritte würden dokumentiert, um zu zeigen, wie sich die Eingewöhnung des Kindes entwickelt, erläutert Heininger. Zum Qualitätsprogramm in Eislingen werde auch ein geregelter Umgang mit eingehenden Beschwerden und qualitätssichernde Maßnahmen gehören. Dazu zählt der OB zum Beispiel die Beobachtung der Kinder, um ihre Neigungen zu erkennen. Diese sollen dann speziell gefördert werden.

Das Management besteht aus einem theoretischen Teil, in dem die Erzieherinnen lernen, wie sie ihre Beobachtungen dokumentieren, und in der tatsächlichen Umsetzung. Die Umsetzung in die Praxis erfolgt zunächst im Kinderhaus Pfiffikus, berichtet Heininger. Dass dies kein Zuckerschlecken wird, ist dem Rathauschef bewusst: "Die Ansprüche sind sehr hoch. Das wird ein Kraftakt für die Kindergärten." Dies müsse sich auch auf den Personalschlüssel auswirken.

Die Stadt erweitert gerade das Kinderhaus Pfiffikus um Räume für die Ganztagesbetreuung. Im Herbst soll der Neubau zur Verfügung stehen. Das Qualitätsmanagement werde gleich in die Betriebserlaubnis des neuen Gebäudeteils aufgenommen werden.

OB Heininger ist überzeugt, dass die Erzieherinnen mitziehen. Pfiffikus-Leiterin Claudia Thormann sei "hoch motiviert und engagiert".

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Im Handwerk fehlt der Nachwuchs

Kurzfristig einen Handwerker zu finden, werde immer schwieriger, beklagen Kunden. In den Gewerken jedoch fehlen Mitarbeiter und vor allem Auszubildende, sagen Insider. weiter lesen