Neue Kraft sollen beim Zurechtfinden helfen

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Ein sogenannter Integrationsmanager wird Flüchtlingen mit Bleiberecht helfen, in Ebersbach weiter Fuß zu fassen. Den professionellen Begleiter unterstützt eine weitere Kraft, die die gleiche Aufgabe erfüllt, aber eine halbe Stelle hat. Wann die beiden Flüchtlingsmanager ihre Arbeit aufnehmen, steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass das Land die Personalkosten in Höhe von rund 100 000 Euro übernimmt. Die eineinhalb Stellen sind auf zwei Jahre befristet, geht aus der Vorlage für die jüngste Sitzung des Gemeinderats hervor.

Die Stadt Ebersbach hatte bereits vor einem Monat angedeutet, dass sie mit einer Zusage für einen Integrationsmanager rechnet. Aus dieser Vermutung ist Gewissheit geworden, erfuhr der Gemeinderat beim Zusammentreffen Ende September. Nach Angaben der Stadt erhält Eberbach nach Göppingen die höchste Fördersumme im Kreis vor den Städten Geislingen und Eislingen.

Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag der Verwaltung zu, die ganze Stelle an einen freien Träger zu vergeben. Der Stadt zufolge interessieren sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Kreis und die Organisation Sompon Socialservice aus Esslingen für die Aufgabe. Für die halbe Stelle soll die Stelle von Flüchtlingskoordinatorin Andrea Schiller aufgestockt werden. Sie und ihr Partner sollen anerkannten Flüchtlingen in wichtigen Bereichen des Lebens zur Seite stehen.

Wie Andrea Schiller erklärt, helfen die Manager beim Erlernen der Sprache und beim Zurechtkommen auf dem Arbeitsmarkt, sie unterstützen Eltern bei der Erziehung und erleichtern Ausländern die Integration in die Gesellschaft. Ähnlich einem Trainingsplan in einem Fitnessstudio stellen die Flüchtlingsmanager einen maßgeschneiderten Integrationsplan für ihr Klientel auf, der darauf abzielt, dass die Männer, Frauen und Jugendliche sich alleine zurechtfinden. Nach Angaben der Stadt leben in Ebersbach und seinen Teilorten 145 Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung, von ihnen sind 65 Jugendliche unter 18 Jahre. Diese Menschen sind es, um die sich die beiden professionellen Begleiter kümmern sollen. Langweilig dürfte es ihnen somit nicht werden.

Die Einstellung von Integrationsmanager geht auf das Drängen von Kommunen zurück. bislang helfen Mitarbeiter von Städten und Gemeinden sowie Ehrenamtliche Flüchtlingen beim Zurechtfinden. Die von Baden-Württemberg bezahlten Stellen sind das Ergebnis einer Übereinkunft, zu der die Kommunen und das Land im April gekommen sind.

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