Neue Aushängeschilder von Bad Boll Boll

Zwei Großprojekte sind die neuesten Aushängeschilder von Bad Boll. Die Baustellen von Sporthalle und Wala-Technikum waren am Dienstag Attraktionen bei einer Informationsfahrt mit Bürgermeister Bührle.

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Bad Boller Großprojekte wecken Interesse: Die Sporthalle ist schon im Endspurt, von Planer Orlinski und Bürgermeister Bührle (Mitte) erfahren Teilnehmer einer Rundfahrt viele Details.  Foto: 

Mal einen Blick in die Sporthalle werfen, die am Schulgelände bis zu 12,5 Metern aufragt: das konnten 33 Teilnehmer der jährlichen Rundfahrt um und durch Bad Boll, die der Ortsseniorenbeirat veranstaltet und der nicht zuletzt für Neubürger gedacht ist. Vorsicht allerdings: Es ist ein Arbeitsbereich. Bauleiter Reinhard Orlinski warnt vor Stolperfallen und lässt die Besucher nur ein Stück weit hinein. Dahinter werden plattenförmige Heizkörper unter der Decke montiert. Hubsteiger fahren mit Gepiepse rauf und runter, Worte gehen im Gekreisch des Akkuschraubers unter.

"Eine Riesenhalle", staunt ein Besucher. 45 mal 22 Meter misst das dreiteilbare Spielfeld, und die lichte Höhe von 7,50 Metern reicht auch für Stabhochsprung. Dafür gibt es in Bad Boll Talente, merkt Bürgermeister Hans-Rudi Bührle an. Über den Köpfen hängen 13 gewaltige Dachbinder. Von der Empore aus weist Orlinski auf Löcher im beplankten Holz hin: Das sind Öffnungen für Inspektionen. Man kann so in die Konstruktion hineinschauen, damit sie nicht überraschend einbricht wie in Bad Reichenhall. An die Südseite der Halle kommen dicke Fenster aus Kunststoff. Sie sind mit Luftkammern durchsetzt, die als Isolierung wirken. Der Sportboden wird schön, sagt Orlinski. Der Gemeinderat hat ein kräftiges Blau ausgewählt.

Und die Tribüne? fragt ein Besucher. Die gibt's nicht, winkt Bührle ab. Sie würde gleich mal Brandschutz von mehreren 100.000 Euro auslösen. Platz hat's auch auf der Empore, und für Events wird eine Theke eingerichtet, gleich neben dem Aufzug. Im Oktober soll die Halle fertig sein, damit der Schulsport nach den Herbstferien einziehen kann. "Momentan spricht nichts dagegen", sagt Orlinski.

Die Wala-Baustelle, wenige 100 Meter entfernt, steckt noch tief im Boden. Derzeit wird die Grundplatte betoniert. Das geht nur in Etappen, für die erste brauchte man allein 70 Betontransporter, erläutert Wala-Abteilungsleiter Uwe Strofus. In dem künftigen Technikum - bis zu 70 Meter lang, 35 Meter breit, 15 Meter hoch - entstehen 180 Laborplätze. "Das ist kein Gebäude, das ist eine Maschine", verdeutlicht Strofus. Den Großteil der 30 Millionen Baukosten verschlinge die Technik. Ein Rohrnetz versorgt die Arbeitsplätze mit Stoffen für die chemische Analyse, die Lüftung erfordert Dachaufbauten von drei Metern Höhe. Die Bauweise ist energiearm, sagt Strofus, "wir liegen 20 Prozent unter der ENEV." Im Frühjahr 2017 soll es in Betrieb gehen.

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