Neubau der B 10 muss weitergehen

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Der Regionalverkehrsplan (RVP) für die Region Stuttgart stellt die Weichen für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Verkehrs in der Region. Der im Moment noch gültige RVP stammt von 2001 und ist in die Jahre gekommen. Deshalb hat die Region einen neuen Entwurf vorgelegt. Die Gemeinden und Landkreise im Verband Region Stuttgart haben noch bis Ende April Zeit, um ihre Stellungnahmen zu dem Entwurf  abzugeben: Dabei geht es um die Interessen und Belange der Gemeinden, die in den Entwurf einfließen sollen.

Die Stellungnahme der Gemeinde Gingen bezieht sich auf hauptsächlich zwei Mobilitätsthemen, die die Kommune schon lange umtreiben: die neue B 10 und den Bahnverkehr auf der Fils­talachse. Als der RVP 2011 aufgelegt wurde, schien die Gingener B 10-Ortsumfahrung noch in weiter Ferne.  Nun befindet sie sich im Bau: Bis März 2018 soll die neue Bundesstraße bis Gingen-Ost fertig sein. Provisorisch wird die Ausfahrt zunächst mit einer Ampelregelung angeschlossen. Vollständig entlastet sei die Gemeinde aber erst, wenn auch die Ortsumfahrung Kuchen und der Kreisverkehr für Gingen-Ost realisiert sei, betont die Verwaltung in der Stellungnahme. „Darüber hinaus ist es unabdingbar, dass der Neubau der B 10 bis hinter Geislingen-Ost geführt wird“ heißt es weiter. Die Gemeinde fordert deshalb, ,,dass die Planfeststellung für den Neubau der B 10 von Gingen-Ost bis Geislingen-Ost mit höchster Dringlichkeit erfolgt und die Bauarbeiten ab 2018 nahtlos Richtung Geislingen fortgeführt werden.

Die zweite große Forderung Gingens in Bezug auf den neuen RVP ist die Verbesserung des Bahnverkehrs auf der Filstalachse zwischen Stuttgart nach Ulm. Der Metropolexpress von Stuttgart nach Geislingen, der die Bahnhalte im Kreis Göppingen ab Dezember 2019 halbstündig bedient, solle bis nach Ulm weiterfahren, verlangt die Gemeinde. Am besten sollte außerdem geprüft werden, ob eine Taktverbindung in die wirtschaftsstarke Region Donau-Iller-Ulm, die unmittelbar an die Region Stuttgart angrenzt, möglich sei.

Auch auf die Fahrplanumstellung der Bahn im vergangenen Dezember geht die Stellungnahme noch einmal nachdrücklich ein. Die Folge seien „deutliche Verschlechterungen in den Verkehrsbeziehungen“. Das schlechte Angebot auf der Filstalachse, von dem besonders Gingen, Kuchen und Geislingen betroffen seien, sei „unverzüglich zu verbessern“. Ab Süßen bestehe auf der Filstalachse außerdem eine große Nachfrage in Richtung Ulm. Regelmäßige IRE-Halte in Süßen, die für eine schnelle Verbindung nach Stuttgart und Ulm sorgen, seien deshalb dringend notwendig.

Zum Schluss greift die Stellungnahme noch ein aktuelles Thema auf: Die geplanten Dieselfahrverbote in Stuttgart, die die Feinstaubbelastung  senken sollen.  Dies führe zu einer verstärkten Belastung des Umlands. Diese Situation müsse in den RVP aufgenommen und die Auswirkungen dargestellt werden.

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