Nass und kalt kommt der Winter in den Kreis Starke Regenfälle ein Segen für die Landwirte

Nach wochenlanger Trockenheit bringt das Wochenende nun starke Regenfälle und vereinzelt Schneeschauer in den Landkreis Göppingen.

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Plötzlich ist überall Wasser. Gestern regnete es den ganzen Tag in Strömen - der Wetterumschwung kommt mit Macht.  Foto: 

Lange hatte er auf sich warten lassen, doch nun kommt der Regen mit einem unerwarteten Ausmaß. Allein am gestrigen Freitag sind von vier bis zwölf Uhr rund 35 Liter Niederschlag pro Quadratmeter niedergegangen. Damit ist in acht Stunden die Hälfte der gesamten Niederschlagsmenge des Novembers gefallen. Diese Werte wurden von der Wetterstation in Stötten gemessen. Martin Melber von der Wetterstation sieht in den derzeitigen Wetterverhältnissen jedoch einen Segen für die Landwirte der Region: "Es handelt sich um Landregen, welcher nicht sehr stark ist und somit gut in die trockenen Böden einsickern kann."

Auch in der Leitstelle der Feuerwehr in Göppingen blieb es gestern weitgehend ruhig. Bis zum Abend musste die Feuerwehr lediglich einmal wegen der starken Regenfälle ausrücken: In der Grundschule Sparwiesen war Wasser in den Keller geflossen.

Der Stöttener Wetterexperte, der für gestern noch milde Temperaturen verzeichnete, prognostiziert einen Einbruch der Temperaturen für das Wochenende. "Eine Nordströmung bringt arktische Kaltluft in die Region, diese sorgt für die winterlichen Temperaturen." Im Bergland kann mit Schneefällen gerechnet werden. Unklar sei, ob sich auch im Filstal eine Schneedecke bilden werde, sagt Melber.

Der Wasserstand der Fils am Pegel Salach, der für lange Zeit unter dem mittleren Wert für Niedrigwasser dümpelte, schoss gestern in die Höhe. Vom wochenlangem Niedrigwasserstand von 25 Zentimetern kletterte er in wenigen Stunden auf über 90 Zentimeter - mit steigender Tendenz. Am Abend lag der Pegel bei knapp einem Meter und es regnete weiter. Die Hochwasservorhersagezentrale des Landes Baden-Württemberg, welche die genannten Werte gemessen hat, prognostizierte einen Anstieg auf über 150 Zentimeter bis zum heutigen Samstag. Anschließend soll der Wasserstand wieder deutlich zurückgehen.

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