Nachwuchsköche auf Tim Mälzers Spuren

Acht Nachwuchsköche traten am Freitag in Bad Überkingen um den Rudolf-Achenbach-Preis gegeneinander an. Am Ende löste Landessieger Carsten Gambeck die Fahrkarte zum Bundesfinale in Frankfurt.

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  • Die Teilnehmer des beim Rudolf-Achenbach-Preis, eingerahmt von Volker Eger und Katrin Moos-Achenbach. In der Mitte der von seinem Erfolg noch ganz überwältigte Carsten Gambeck. 1/2
    Die Teilnehmer des beim Rudolf-Achenbach-Preis, eingerahmt von Volker Eger und Katrin Moos-Achenbach. In der Mitte der von seinem Erfolg noch ganz überwältigte Carsten Gambeck. Foto: 
  • Schon der Anblick ist köstlich: Einer der Hauptgänge mit Lamm. 2/2
    Schon der Anblick ist köstlich: Einer der Hauptgänge mit Lamm. Foto: 
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Spannend war es, als Katrin Moos-Achenbacher am Freitag den Sieger des Landesentscheides beim Rudolf-Achenbach-Wettbewerb verkündete: Carsten Gambeck vom Hotel Öschberghof in Donaueschingen hatte sich durchgesetzt. Das war der krönende Abschluss eines langen Tages, der für den Sieger bereits um 3.30 Uhr begonnen hatte. Gambeck wollte unbedingt pünktlich sein und war so schon zwei Stunden vor dem offiziellen Beginn vor Ort.

Insgesamt acht Nachwuchsköche hatten sich in Stadtmeisterschaften und theoretischen Vorentscheidungen qualifiziert. Sie erhielten alle pünktlich um 8 Uhr den Warenkorb, aus dem sie innerhalb von fünf Stunden ein Vier-Gänge-Menü zaubern sollten. Pflichtzutaten waren diesmal Wachteln und grüner Spargel für die Vorspeise, Lachs, Garnele und Venusmuschel für die klare Suppe, Lammkarree und Lammhaxe für den Hauptgang sowie Mascarpone und Waldmeister für das Dessert. Dazu gab es reichlich Wahlbestandteile wie etwa Gemüse, Erdbeeren, Couscous oder Polenta. Hier gab es bereits erste Enttäuschungen, denn mancher vermisste Kartoffeln zum Lamm oder Schokolade zum Dessert. Jetzt galt es, sich zu entscheiden und aus den Zutaten zunächst ein Menü zusammenzustellen und dieses dann innerhalb der vorgegebenen Zeit zuzubereiten.

Pünktlich um 14 Uhr wurde dann nach einleitenden Worten von Schulleiter Dieter Manz 32 geladenen Gästen die Vorspeise aufgetischt. Den Service übernahmen Schülerinnen der Paul-Kerschensteiner-Schule. Schnell zeigte sich, dass alle acht Kandidaten einiges gelernt hatten. Nicht nur der eigene Teller, auch die Seitenblicke auf die der Nachbarn ließen das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Unter den Gästen waren zahlreiche Fachleute aus dem Gastronomiebereich, die mit ihren Meinungen nicht hinter dem Berg hielten. Als die Suppe nicht mehr ganz heiß war, gab einer etwa die Weisheit zum Besten "Mach den Teller richtig heiß, dann laufen die Kellner schneller".

Die vierköpfige Jury hatte spätestens jetzt richtig zu arbeiten. Bei den einzelnen Gängen zählten neben dem Geschmack auch die Präsentation. Wolfgang Niederer und Günter Bandsze von der Kerschensteiner-Schule, Klaus Rexer von der Landesberufsfachschule in Villingen sowie Marius Schlatter vom Hotel Lamm in Schlat hatten aber auch schon während der Zubereitung auf Zeiteinteilung, Sauberkeit, Materialverwertung oder Arbeitstechniken geachtet.

Als nach zwei Stunden das Fest für den Gaumen beendet war, wuchs die Spannung. Volker Egen bedankte sich für den Landesverband der Köche in Baden-Württemberg zunächst bei Volker Wilsch für die vorbildliche Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbs. Katrin Moos-Achenbacher, die Enkelin des Preisstifters Rudolf Achenbacher, gab die Sieger bekannt. Hinter Carsten Gambeck belegten Florian Ritter (Alte Post Müllheim) und Leo Walzer (Burg Staufeneck Salach) die Plätze zwei und drei. Mit Nadja Blaha vom Gasthof Hirsch in Gosbach war noch eine zweite Köchin aus dem Kreis dabei. Sie hatte als Nachrückerin erst am Morgen von ihrer Teilnahme erfahren und war kurzfristig eingesprungen.

Der Sieger wird nun Baden-Württemberg beim Bundesfinale in Frankfurt am 20. Mai vertreten. Davor wird er noch eifrig trainieren, wie er verriet. In der nächsten Woche allerdings ist er zum Probekochen bei Johann Lafer eingeladen. Und sollte es dann tatsächlich in Frankfurt klappen mit dem ganz großen Erfolg, dann steht er in einer Reihe mit Tim Mälzer, dessen Karriere 1994 mit dem Sieg beim Rudolf Achenbacher Preis begann.

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