Nachts heißt es weg vom Gas

In der Albershäuser Ortsdurchfahrt gilt jetzt zwischen 22 Uhr abends und sechs Uhr morgens Tempo 30. Das soll die Nachtruhe der Anwohner sichern. Landratsamt und Polizei kündigen verstärkt Kontrollen an.

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Der Nachtruhe der Anwohner zuliebe gilt jetzt auf der Albershäuser Ortsdurchfahrt von 22 bis sechs Uhr Tempo 30.  Foto: 

Der Albershäuser Bürgermeister Jochen Bidlingmaier ist überaus froh. "Nach langem Kampf" hat die Gemeinde nun zumindest einen Teilerfolg erzielt, um die lärmgeplagten Anwohner an der Ortsdurchfahrt zu entlasten. Seit knapp einer Woche heißt es für Verkehrsteilnehmer, am Ortsschild kräftig auf die Bremse zu steigen. Auf der 1,5 Kilometer langen Strecke der Bundesstraße darf in den Nachstunden - zwischen 22 und sechs Uhr - nur noch mit 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden.

Das nächtliche Tempolimit sei aus Sicht der Kommune eine gute Lösung, findet der Rathauschef. "Die Pendler, die morgens und abends durch den Ort fahren, sind nicht tangiert und können weiter 50 fahren", sagt Bidlingmaier. "Und die Anlieger sind glücklich, dass was passiert", fügt er hinzu. Der Verkehr auf der B 297, vor allem durch Lastwagen, habe in den vergangenen Jahren stark zugenommen.

Die Wurzel des Übels sei der schlechte Zustand der Bundesstraße. Fahrzeuge, die über Unebenheiten rumpeln, produzierten erheblichen Lärm. Noch in diesem Jahr sollen die Baumaschinen anrücken, um die Straße zu reparieren. Bis dieses Problem behoben ist - so hatte es der Gemeinderat vor zwei Jahren beschlossen -, soll das Tempolimit zumindest eine gewisse Erleichterung bringen.

Beim Regierungspräsidium stieß das Anliegen durchaus auf offene Ohren. "Die Behörde hat uns vorbildlich unterstützt", sagt ein zufriedener Bürgermeister. Geschwindigkeitsmessungen hätten die Dringlichkeit unterstrichen, berichtet Bidlingmaier: "Die Lärmwerte waren nachts erheblich überschritten." Im Frühjahr hat sich die Große Verkehrsschaukommission des Landkreises mit dem Thema befasst. Seit gut einer Woche stehen nun die Schilder. Einig seien sich alle Beteiligten, dass das Einhalten des Tempolimits kontrolliert werden muss. "Bereits zwei Tage später wurde die Kontrollanlage am Ortseingang mit einer Kamera bestückt", berichtet Bidlingmaier. Und auch die Polizei sei nachts vor Ort gewesen, um zu kontrollieren.

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