Nachbarstädte bringen Umbau voran

Die Städte Donzdorf und Lauterstein haben den Weg für Investitionen zur Einrichtung der Gemeinschaftsschule in Donzdorf frei gemacht. Weitere Klassenzimmer werden bis zum neuen Schuljahr umgebaut.

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In einer gemeinsamen Sitzung im Musiksaal der Messelbergschule haben die Gemeinderäte von Donzdorf und Lauterstein den geplanten Umbauten für die künftige Gemeinschaftsschule zugestimmt. Foto: Beate Schnabl

In Vorberatungen hatten die Gemeinderäte von Donzdorf und Lauterstein das Signal schon auf Grün gestellt, am Montagabend haben sie dann in einer gemeinsamen Sitzung das Investitionsprogramm zum Ausbau der Gemeinschaftsschule einstimmig gebilligt. Bei dem Treffen im Musiksaal der Messelbergschule ging es einerseits um verschiedene Um- und Anbauten, andererseits um die Schulträgerschaft und die Finanzierung der Investitionen und der neuen Schulform. Für den erkrankten Bürgermeister Michael Lenz hat sein Stellvertreter Konrad Rühle die Zustimmung der Stadt Lauterstein zu dem Projekt erläutert.

Zwischen Donzdorf und Lauterstein besteht seit Jahren eine Vereinbarung über die Aufteilung der Kosten, welche die Messelbergschule verursacht. Dabei richtet sich der Lautersteiner Beitrag nach dem Anteil der Kinder aus Nenningen und Weißenstein, welche die Schule besuchen. Zwischen 17 und 21 Prozent habe in den vergangenen Jahren immer der Anteil der Nachbarkommune geschwankt, erläutert der Donzdorfer Kämmerer Thomas Klein auf Nachfrage. Ein ähnliches Abkommen wird nun auch für die Gemeinschaftsschule angestrebt. Wobei die Einbeziehung der künftigen Mensa, die ja auch vom Gymnasium genutzt werden wird, noch nicht geregelt ist, erläutert der Kämmerer. Bis eine andere Vereinbarung in Kraft tritt, wird sich Lauterstein mit 17 Prozent an den anstehenden Kosten beteiligen.

In der Sitzung haben die beiden Nachbarstädte zudem beschlossen, dass in diesem Jahr an der Messelbergschule zwei Räume für naturwissenschaftliches Arbeiten (NWA), ein NWA-Nebenraum sowie zwei Klassenzimmer für individualisiertes Lernen um- und eingebaut werden. Die beiden Klassenzimmer werden dem bereits im vorigen Sommer eingerichteten Musterzimmer entsprechen. Die Stadt rechnet damit, dass diese Arbeiten, die teilweise schon in den Pfingstferien beginnen sollen, etwa 280 000 Euro kosten werden. Um die Finanzierung etwas zu strecken, haben die Gemeinden beschlossen, dass der Zeichensaal in diesem Jahr noch nicht vom Alt- in den Neubau verlegt wird. Hierfür muss zum Beispiel auch ein WC verlegt werden. Donzdorf rechnet mit Kosten in Höhe von 90 000 Euro.

Mit dem Bau von Fachräumen und Klassenzimmern ist es aber noch nicht getan. Donzdorf möchte auch eine neue Mensa fürs Gymnasium und die Messelbergschule errichten. Zudem bekommt die künftige Gemeinschaftsschule einen Musikraum, ein Lehrerzimmer und Räume für die Schulverwaltung und die Schulsozialarbeit.

Wie der Neubau architektonisch umgesetzt wird, ist noch offen. Donzdorf erwartet hierfür Vorschläge von Architekturbüros, die im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung Vorentwürfe erstellen sollen. Eine Jury, in der auch die Stadt Lauterstein vertreten ist, wird über die Ideen befinden. Ein konkreter Entwurf, der dann auch verwirklicht werden kann, soll bis Mitte September 2013 vorliegen.

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