Nabu appelliert: Biologische Vielfalt erhalten

Die Mitglieder des Nabu bitten darum, Jungvögel nicht mitzunehmen und selbst zu versorgen. Wiesen sollten vor freilaufenden Hunden geschützt werden.

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Ab der zweiten Maihälfte und im Juni fliegen sehr viele junge Vögel aus und manche kleine Amsel oder junge Meise landet im Garten oder auf dem Gehsteig, wie der Göppinger Naturschutzbund (Nabu) berichtet. In bester Absicht werden die Jungvögel dem Nabu als Pflegefälle gebracht. Die Naturschützer kommen dann schnell an ihre Grenzen.

In vielen Fällen sind die jungen Vögel nicht alleine, sondern in der Nähe sind die Elterntiere, die ihre Jungen ungleich besser versorgen können, als alle menschlichen Helfer. Etwas früh ausgeflogene Vögel oder Jungvögel in der „Ästlingsphase“ sollte man etwas erhöht setzen, so dass sie nicht gleich die nächste Katze erwischt. Meist kümmern sich die Elterntiere dann um ihre Jungen.

Die Vogelpflegestationen des Nabu für den Kreis Göppingen in Lonsee nimmt nur Greifvögel und Eulen auf. Tel. (07336) 6258. Die Vogelpflegestation des Nabu in Mössingen nimmt alle Vogelarten auf, aber die Station ist oft auch überbelegt: Tel. (07473) 1022. Auskunft erteilen auch die anderen Nabu-Gruppen im Kreis.

In dieser Jahreszeit ist es auch wichtig, dass Hundehalter ihre Hunde an der Leine halten und nicht frei durchs Gelände streifen lassen. Junge Feldhasen, junge Rehe und junge Vögel bedürfen besonderen Schutz. Frei laufende Hunde gefährden die Artenschutzbemühungen, beispielsweise für den Feldhasen, der schon auf der Vorwarnliste zur Roten Liste steht.

Der Freizeitdruck auf die Natur nimmt stetig zu. Zum Beispiel fahren immer mehr Mountainbiker vom Hohenstaufen kommend, im Naturschutzgebiet „Spielburg“ mit ihren Rädern zum Gipfelkreuz hoch und dann ohne Rücksicht zu nehmen über die Trocken-und Halbtrockenrasen hinunter Richtung Hohrein. Die empfindlichen Magerrasen mit ihren geschützten Blumen leiden darunter. Pyramiden-Ragwurz kommen oft unter die Räder im Naturschutzgebiet „Spielburg“. „Mit etwas mehr Rücksicht können wir unserer heimische Natur helfen“, schreibt Wolfgang Rapp vom Göppinger Nabu. Der Verein benötigt die Unterstützung der Bürger, die auch mal einen Hundehalter ansprechen oder einen Biker darauf hinweisen, dass die Trockenrasen für unsere Orchideen da sind.

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