Mutter des Totschlags beschuldigt

Wegen Totschlags in Tateinheit mit versuchtem Totschlag sowie gefährlicher Körperverletzung wird am Mittwoch vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts Ulm das Verfahren gegen eine 36-Jährige aus dem Landkreis Göppingen eröffnet.

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Der Frau wird vorgeworfen, am Abend des 19. Oktober 2014 im Bereich der A 8 bei Nellingen ihre elfjährige Tochter erstochen und ihren zweijährigen Sohn schwer verletzt zu haben. Die Kinder befanden sich im Auto, das in einer Unterführung im Baustellenbereich abgestellt war. Anschließend habe die Mutter sich in Suizidabsicht selbst Schnittverletzungen zugefügt, teilt Wolfgang Tresenreiter, Vorsitzender Richter am Landgericht, mit. Die Frau war in der Dunkelheit blutüberströmt und mit einem Messer in der Hand an der Autobahn herumgeirrt, bis ein Autofahrer auf sie aufmerksam wurde und die Polizei verständigte.

Fest steht, dass die Beschuldigte zum Tatzeitpunkt an einer depressiven Erkrankung gelitten hat. Mit ihr seien wahnhafte Vorstellungen einhergegangen, weshalb ihre Schuldfähigkeit erheblich vermindert gewesen sei, informiert Tresenreiter. Die 36-Jährige ist seit der Tat vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Derzeit sind zwölf Verhandlungstage angesetzt. Neben einem psychiatrischen Sachverständigen sind über 30 Zeugen geladen.

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