Musikschule weckt Spiellust

Die Eislinger Musikschule zieht stetig neue Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Ein Grund für den Erfolg dürfte die Arbeit des Führungsduos sein.

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Mehr Menschen interessieren sich für die Musikschule Eislingen. Darauf deuten die jüngsten Zahlen hin. Der Einrichtung zufolge haben sich seit Beginn des Schuljahres im vergangenen Oktober 120 neue Kinder, Jugendliche und Erwachsene angemeldet. Das sind über 20 Lernwillige mehr als im Vorjahr und 45 mehr als 2011. "Es geht richtig vorwärts", sagte Yvonne Rohnfelder im Kultur- und Schulausschuss. Die Leiterin des Hauses erwartet weiteren Zulauf, da das Schuljahr erst im Sommer endet.

Die Zahl der Schüler ist in den vergangenen vier Jahren stetig nach oben gewandert. Rund 280 Kinder und Jugendliche unterrichtete das Haus Ende Januar 2010. Ein Jahr später überschritt der Wert die Marke von 300 und liegt inzwischen bei etwa 320. Der Anstieg unterscheidet sich deutlich vom früheren Zustand als die Einrichtung kaum neue Schüler für ihr Angebot begeisterte. "Wir verharren nicht mehr", sagte Rohnfelder den Stadträten.

Großen Anteil am Erfolg dürfte das Team an der Spitze der Musikschule haben. Josef Knoll und Yvonne Rohnfelder teilen sich die Leitung seit November 2011. Knoll kümmert sich um die Verwaltung der Einrichtung während Rohnfelder unterwegs ist und Gespräche mit Partnern führt. "Unsere Aufgaben überschneiden sich aber manchmal", sagte die Schulleiterin.

Yvonne Rohnfelder nennt eine bessere Öffentlichkeitsarbeit als Grund für das wachsende Interesse an der Schule. "Wir führen mehr Gespräche", sagte Rohnfelder. Sie und Josef Knoll seien im vergangenen Jahr auf fast alle Schulen, Kindergärten und Vereine in Eislingen sowie Salach zugegangen. Dieses Bemühungen hatten offenbar Erfolg, denn die Schulleiter listen in ihrem Bericht für 2011/12 zehn Kindergärten, Schulen, Vereine und andere Zusammenschlüsse als Partner auf. Das Ergebnis der Anstrengungen lobte Oberbürgermeister Klaus Heininger: "Die Vernetzung der Schule in der Stadt ist bemerkenswert." Rohnfelder betrachtet eine stärkere Präsenz in der Öffentlichkeit als weiteren Schlüssel für den Erfolg. "Wir machen mehr Veranstaltungen", sagte sie. Die Schule hat Vorspiele in kleinem Kreis ins Leben gerufen, die junge Musiker auf größerer Auftritte vorbereiten soll. Ein weiteres, neues Format ist der Tag der offenen Tür im Juni. Mit Abstand die beste Veranstaltung soll das Faschingskonzert im Februar gewesen sein. "Der Jurasaal in der Stadthalle platzte aus allen Nähten", berichtete Rohnfelder. Unzufrieden sind Rohnfelder und Knoll mit den Unterrichtsräumen. Die Schule hat kein eigenes Gebäude, sondern nutzt Klassenzimmer von Schulen und Zimmer in anderen Häusern. Die Verteilung sei aufwendig zu organisieren und die Orte lägen für Schüler wie Lehrer oft weit weg.

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