Mühlhausener Kuckucksspiele bieten Unterhaltung pur

Spaß und Unterhaltung bot die 40. Auflage des Kuckucksfestes in Mühlhausen am gestrigen Sonntag. Beim Spiel ohne Grenzen kämpften sieben Mannschaften um den Kuckuck-Wanderpokal.

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Bürgermeister Bernd Schaefer (rechts) schummelt ein bisschen und hilft der Tanzgarde beim Teppichluder-Spiel ein wenig mit.  Foto: 

Schweißtreibend war nicht nur die brütende Hitze am Sonntagnachmittag. Die traditionellen Spiele ohne Grenzen um den Kuckuck-Wanderpokal in Mühlhausen setzten dem noch eins drauf und mobilisierten bei manchen der 28 Teilnehmern die letzten Reserven. Denn Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Kraft und Ausdauer waren gefragt, um bei den vier Spielen die Nase vorn zu haben. Die Schalmeienkapelle Mühlhausen hatte sich unter der Regie von Roland Kupka ins Zeug gelegt und veranstaltete erstmals das Kuckucksfest, das vor 40 Jahren aus der Wiege gehoben wurde.

Kupka und seine Vereinskollegen konnten deshalb aus einem großen Fundus schöpfen und stellten vier Spiele zusammen, an denen sich die sieben Mannschaften messen konnten. Angetreten waren jeweils vier Vertreter des Heimatvereins Mühlhausen, der Jugendfeuerwehr, der mittleren Garde, der Tanzgarde, der etwas älteren Sonnenberg Buaba sowie der jungen Sonnenberg Kids und der Feuerwehr Zeisersweiher. Kurz nach 13 Uhr schlüpfte Bürgermeister Bernd Schaefer in die Rolle eines Conférencier und eröffnete die launige Veranstaltung.

Mit den Teddybear Swing starteten die Spiele: Die Teilnehmer bekamen einen Gürtel aus Klettband um den Bauch und mussten damit in einem abgegrenzten Parcours am Boden liegende Plüschtiere einsammeln. Nur unter Einsatz des ganzen Körpers, kniend, liegend, von vorn oder von hinten war diese Aufgabe zu meistern. Erschwerend kam hinzu, dass sie in beiden Händen jeweils einen mit Wasser gefüllten Becher hielten und nichts verschütten duften. Beim Spiel Teppichluder war eher Kraft als Geschicklichkeit gefragt, was insbesondere die Kindermannschaften und die Mädels an ihre Grenzen brachten. Dabei wurde ein Mannschaftsmitglied in einen Teppich gewickelt und von den anderen drei Mitstreitern im Slalom durch eine mit Hütchen vorgegebene Strecke getragen. Für tatkräftige Unterstützung sorgten bei diesem Spiel Schultes Bernd Schaefer und Organisator Roland Kupka, um eine eingewickelte Tanzgarde wieder sicher ans Ziel zu befördern.

Bei der Rallye Mühlhausen stand das Gedicht Blauer Schmetterling von Hermann Hesse im Mittelpunkt. Ein Mitspieler musste ausgestattet mit Stirnlampe und dem Gedicht in Papierform in einem Mülleimer Platz nehmen. Der Deckel wurde geschlossen, und während die Mitspieler den 240-Liter-Eimer durch einen Parcours schoben, wurde im Innern des Behälters fleißig gelernt. Denn am Ziel mussten ein paar Zeilen von Hesses Gedicht auswendig aufgesagt werden. Mit Sponge Bob endeten die Spiele ohne Grenzen. Ein mit Wasser vollgesaugter Schwamm wurde von Mitspieler zu Mitspieler geworfen und am Ende ausgepresst. Wer in einer Zeitspanne von zwei Minuten das meiste Wasser über die kurze Flugdistanz beförderte, hatte gewonnen. Am Abend war Siegerehrung und die Mühlhausener Schalmeienkapelle erntete viel Applaus für die gelungene Jubiläumsveranstaltung.

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