Mühlentechnik wird erlebbar

Jahrelang trug Mühlenbaumeister Martin Elser Geräte für die Mühle in Rechberghausen zusammen. Am Pfingstmontag öffnet nun das neue Museum.

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Die Vorbereitungen für das neue Mühlentechnikmuseum laufen auf Hochtouren. Am Pfingstmontag, dem baden-württembergischen Mühlentag, soll das Technikmuseum Untere Mühle erstmals seine Pforten öffnen. Was genau dem Tag passieren wird, steht aber noch nicht fest.

In der Unteren Mühle, dort, wo auch der Rechberghäuser Verein Kulturmühle sein Quartier hat, hat der Mühlenbaumeister Martin Elser aus Plüderhausen (Rems-Murr-Kreis) in jahrelanger Arbeit Maschinen zusammengetragen und wieder funktionstüchtig gemacht. Somit kann in der Unteren Mühle zumindestens wieder der Vorgang des Schrotens, also das grobe Zerkleinern von Getreide, gezeigt werden.

Am Montagabend zeigte der erfahrene Mühlenbaumeister den Ehrenamtlichen, die Führungen durch das Mühlentechnikmuseum anbieten werden, wie die Technik funktioniert und wie sie sich bedienen lässt. Für das neue Technikmuseum hat Anita Kuisle vom Büro für Technikgeschichte in München im Auftrag der Gemeinde ein museumspädagogisches Konzept erstellt.

So soll es insgesamt vier Themenführungen durch die 2009 sanierte Untere Mühle geben. Unter anderem eine für Kinder, bei der sie selber spielerisch testen können, wie Getreide zerkleinert, gemahlen und beispielsweise gesäubert werden kann. Auch auf die Geschichte des alten Gebäudes, das bis 1967 von der Familie Scheurle als Getreidemühle betrieben wurde, soll eingegangen werden. Zudem können sich Technikbegeisterte ab Pfingstmontag bei Führungen die Mühlentechnik erläutern lassen.

Mittlerweile ist ein Flyer zum neuen Museum, das von der Gemeinde geleitet wird, entworfen worden, der jetzt noch einmal überarbeitet wird. Auch die Konzeptmappen zu den verschiedenen Führungen, die jeweils rund eine Stunde dauern sollen, liegen schon vor. Kommende Woche soll es dann weitere Schulungen für die künftigen Mühlenführer geben.

Bei der Mühlentechnikvorführung am Montagabend erläuterte Mühlenbaumeister Elser ausführlich die vorhandenen Gerätschaften. Und schließlich setzte er die Mühlentechnik im Leerlauf in Gang.

Theoretisch kann mit der Anlage auch Korn geschrotet werden. Doch den Ehrenamtlichen wurde bei der Einweisung bewusst, dass dies viel Arbeit mit sich bringt. Denn wenn dort Getreide geschrotet wird, muss danach auch die gesamte Mühlentechnik gereinigt werden. "Es war sehr interessant. Ich habe sehr viel gelernt", meinte Roland Mastel, einer der sechs künftigen Mühlenführer, nach der Einweisung durch den Mühlenbaumeister.

Info Wer Interesse an Führungen durch das neue Museum hat, kann sich ab Anfang Juni bei Sigrid Pasler von der Verwaltung unter Telefon: (07161) 501 48 informieren.

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