Mühle als Vorbote der Industrie

In Ditzenbach haben Bürgermeister Herbert Juhn und Regionaldirektorin Nicola Schelling die Info-Station an der Route der Industriekultur eingeweiht.

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    Regionaldirektorin Nicola Schelling und Bad Ditzenbachs Bürgermeister Herbert Juhn schauen sich die Infotafeln am Obstlehrpfad zwischen Bad Ditzenbach und Gosbach an. Foto: 
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    Regionaldirektorin Nicola Schelling und Bad Ditzenbachs Bürgermeister Herbert Juhn schauen sich die Infotafeln am Obstlehrpfad zwischen Bad Ditzenbach und Gosbach an. Foto: 
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Industriekultur im staatlich anerkannten Heilbad Ditzenbach? Ja, die gibt es durchaus, sagt Bürgermeister Herbert Juhn. Gestern Nachmittag haben er im Haus des Gastes und Regionaldirektorin Nicola Schelling die örtliche Informations-Station der Route der Industriekultur im Filstal eingeweiht. Die wartet jetzt am Obstlehrpfad in Richtung Gosbach auf wissbegierige Touristen, Spaziergänger und Freizeitradler. Wegen des anhaltenden Regens hielten die beiden ihre Reden allerdings im Haus des Gastes in der Helfensteinstraße. Zur Feier waren auch Gemeinderäte und einige Bürger gekommen.

Bürgermeister Juhn erklärte, dass die Route der Industriekultur die vielseitige Geschichte der Industrialisierung im Filstal darstellen wolle. Davon sei auch in Bad Ditzenbach etwas zu sehen. Die Obere Mühle im Teilort Gosbach sei das erste vorindustrielle Beispiel für die Nutzung der Wasserkraft. Sie sei im 14. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt worden. Das Kräuterhaus Sanct Bernhard, dessen Produkte heute Exportschlager seien, habe mit dem Verkauf von Hagebutten- und Wacholderprodukten auf Wochenmärkten begonnen und Kräutertees erst in den 1960er Jahren ins Sortiment aufgenommen. Und der Schaumstoff-Verarbeiter Recticel (später Eurofoam) in Gosbach habe sein denkmalgeschütztes Backsteingebäude mit den geschweiften Giebeln und den Shed-Dächern 1967 von einer Baumwollspinnerei übernommen, die es dort seit 1908 gegeben hatte. Heute wird der Bau ebenfalls vom Kräuterhaus Sanct Bernhard genutzt.

Die Regionaldirektorin sagte, die Erinnerung an die Industriekultur und an die Menschen damals sei für die Gesellschaft wichtig: "Mit ihren Erfolgen, aber auch mit ihrem Scheitern haben sie die Grundlagen für unsere heutige Welt geschaffen." Nun hätten 16 Kommunen im Filstal ihren geschichtlichen Schatz gehoben. Die neue Route verbinde sie und bringe dank ihrer Vielfalt Menschen mit den unterschiedlichsten Interessen zusammen. Daneben stelle sie einen Zusammenhang zwischen der Landschaft und den Industriebetrieben her.

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