Mit neuer Wasserleitung ist es nicht getan

Der Zweckverband Wasserversorgung Ostalb baut eine neue Trinkwasserleitung von Stötten zur Kuchalb. Der dortige Hochbehälter wird stillgelegt.

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Im Weiler Kuchalb und den dortigen Aussiedlerhöfen wird das Wasser bald mit deutlich mehr Druck aus dem Hahn fließen als bisher. Der Zweckverband Wasserversorgung Ostalb hat beschlossen, im kommenden Jahr eine 3720 Meter lange Trinkwasserleitung von Stötten zur Kuchalb bauen zu lassen. Mit dem direkten Anschluss an den Hochbehälter Stötten, kann dann auch der 100 Kubikmeter fassende Hochbehälter auf der Kuchalb stillgelegt werden.

Die Verbandsversammlung in Gussenstadt folgte mit dem Beschluss dem Vorschlag von Gerstettens Bürgermeister Roland Polaschek, der der Verbandsvorsitzende ist. Die Kosten für die neue Trasse bezifferte der mit der Planung beauftragte Ingenieur Helmut Kolb (Steinheim) auf   870 000 Euro. Investitionen dieser Art seien neuerdings wieder förderfähig, stellte Geschäftsführer Uwe Geiße hierzu fest. Ein Zuschuss von 318 000 Euro sei bereits bewilligt. Das  ist  für Roland Polaschek  einer der Gründe, weshalb der Zweckverband nach einer längeren Phase der  Sparsamkeit und des Schuldenabbaus Projekte dieser Größenordnung  wieder schultern kann. Leitung und Hochbehälter stammten noch aus der Gründerzeit und entsprächen nicht mehr den heutigen Standards, gab  Geiße außerdem zu bedenken. Ein weiterer Betrieb würde die Versorgungssicherheit in Frage stellen. Allerdings gehe durch die Stilllegung Speichervolumen verloren.

2018 soll ein weiterer Mangel des ansonsten gesunden Versorgungssystems behoben werden. Stötten bekommt, sofern es auch hierfür Fördermittel gibt, einen neuen Hochbehälter. Der vorhandene Speicher ist 1879 gebaut worden und versorgt mit einem Fassungsvermögen von 260 Kubikmetern Stötten, Schnittlingen, die Kuchalb und die Aussiedlerhöfe. Darunter auch einen 5000 Tiere fassenden Ferkelaufzuchtstall bei Oberweckerstell. Letzterer hat im Vorgriff auf den neuen Versorgungsstrang bereits eine neue Zuleitung erhalten. Angesichts der neuen Belastungen schwächelt Stöttens in Ehren ergrauter Hochbehälter nun aber stärker als zuvor und verlangt nach einem Nachfolger. Der neue Speicher hat wie das Schwesterprojekt in Hausen zwei je 300 Kubikmeter fassende Kammern und ist von reichlich Erde umgeben. Er wird unweit des bisherigen Hochbehälters gebaut. Helmut Kolb schätzt, dass der neue Hochbehälter rund eine Million Euro kosten wird.

Unter den Mitgliedern der Verbandsversammlung erhoben sich keine Bedenken, zumal die Versammlung bereits in früheren Beschlüssen die neue Leitung auf die Kuchalb und den Hochbehälter bei Stötten als eine Einheit betrachtet hatte. Geschäftsführer Uwe Geiße wurde beauftragt, den Förderantrag mit Bauausführung 2018 zu stellen und die Ausschreibung für den Bau der neuen Leitung vorzunehmen. Die Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten wird bis November 2016 erfolgen. Im Frühjahr 2017 kann dann mit dem Bau der neuen Leitung begonnen werden.

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