Mit Eseln auf Tour

Die Klasse 7 der J.-G.-Fischer-Förderschule Süßen war bei den Eseln der Adelberger Zachersmühle. Die haben ihren eigenen Kopf - was Eselchefin Jana damit meint, bemerken die Schüler sehr schnell.

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  • Zum Abschluss der Tour steht die Pflege der Esel auf dem Programm. 1/4
    Zum Abschluss der Tour steht die Pflege der Esel auf dem Programm.
  • Das Führen eines Esels will gelernt sein. 2/4
    Das Führen eines Esels will gelernt sein.
  • Pause - das ist es, was die Esel am liebsten machen. 3/4
    Pause - das ist es, was die Esel am liebsten machen.
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Los geht unsere Eseltrekkingtour an der Zachersmühle bei Adelberg. Dort wohnen momentan zehn Esel. Aber schon bald wird Nachwuchs erwartet. Nach ungefähr zwölf Monaten im Bauch der Mutter kommt das Esel-Baby auf die Welt. So sind es also bald elf Esel. Dann ist aber Schluss. Denn für mehr Esel ist im Stall und auf der Weide kein Platz, verrät Jana.

Die vier Esel Molly, Balduin, Balthasar und Conchita dürfen mit auf die Wanderung. Ausgestattet mit je einem Sattel, der ursprünglich für Ziegen angefertigt wurde, und zwei Taschen müssen nur noch unsere Rucksäcke gleichmäßig darauf verteilt werden. So ein Gepäck-Taxi ist wahrer Luxus. Conchita trägt sogar noch unser Grillholz. Zu schwer wirdes ihr nicht. Ein Esel kann nämlich bis zu 40 Kilogramm tragen.

"Komm, komm!" Diese Worte haben wir, während wir die Esel führten, wohl am häufigsten benutzt. Denn Esel sind sehr gemütliche Tiere. Selbst als wir über eine große, vielbefahrene Straße laufen, haben sie es nicht eilig. Auch beim Bergauflaufen legen die Esel immer wieder eine Pause ein. Die können wir zum Verschnaufen ebenfallsganz gut gebrauchen.

Verführerisch sind die frischen Grashalme, die im Frühling nun überall aus der Erde sprießen. Wählerisch beim Essen sind die Esel aber nicht.

Selbst dorniges Gestrüpp und Tannenzweige fressen sie genüsslich. Deshalb muss man da natürlich öfters mal stoppen. Auf bepflanzte Äcker sollen die Esel eigentlich nicht.

Doch das ist leichter gesagt, als getan, da die Esel sehr viel Kraft und eben ihren eigenen Kopf haben. Und so steht von einem Moment auf den anderen Molly im Acker und alle anderen Esel gleich mit.

Esel machen nämlich auch sehr gerne den Quatsch eines anderen Esels nach. Damit wir unsere geplante Runde über Oberwälden an diesem Tag schaffen, können wir jedoch nicht immer Pause machen, wann es die Esel gern hätten. Da sind dann wir gefragt. Mit bestimmten, etwas lauterem Ton, aber nicht unfreundlich, heißt es dann:"So, Balthasar, noch einen Happs und dann geht es weiter." Damit das auch funktioniert, muss man kräftig an der Leine ziehen. Das Führen geht am besten, wenn man neben dem Kopf des Esels läuft. So ist man nah beim Esel, aber trotzdem erwischt er einen nicht, falls er mal ausschlagen sollte.

Fast am Ende unserer Tour bremsen die Esel plötzlich ab. Wir müssen einen kleinen Bach, der einer Pfütze ähnelt, überqueren. Obwohl die Esel mit einem Schritt darüber wären, setzen sie zu einem Sprung an. Wasser scheinen sie wohl nicht zu mögen.

Wieder zurück an der Zachersmühle, werden wir mit einem kräftigen I-ahh von den anderen Eseln begrüßt. Esel schreien vor allem so, wenn sie aufgeregt sind. Wie die Laune des Esels ist, kann man auch gut an den Ohren ablesen. Sind diese nach hinten gelegt, ist der Esel angriffslustig. Stehen sie nach oben, sind Esel aufmerksam. Wer die Ohren ganz genau beobachtet, kann erkennen, dass sich die Ohren in verschiedene Richtungen drehen. So bekommen die Esel alles mit, denn sie sind sehr neugierig.

Zum Abschluss unserer Tour steht die Pflege der Esel auf dem Programm. Esel sind zum Glück sehr pflegeleichte Tiere. Bis auf Molly mögen es alle, von uns ausgiebig gebürstet zu werden. So wird das Fell wieder kuschelig weich und die Esel haben eine hübsche Frisur.

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