Katharina Rauscher kommt mit dem Saibling aufs Podest

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Katharina Rauscher arbeitet konzentriert an ihrem Menü und ihrem späteren Sieg entgegen.  Foto: 

In der Landesberufsschule in Bad Überkingen hatten kürzlich acht junge Nachwuchsköche Großes vor. Auf dem Weg zum besten Jungkoch von ganz Deutschland hatten sie sich bereits Prüfungen auf regionaler Ebene gestellt. Unterstützt vom Kochverband der jeweiligen Herkunftsregion hatten sie sich nun auch auf Landesebene empor gekocht, um in Bad Überkingen den Besten ihrer Zunft zu küren.

Die Jungköche erhielten in der Landesberufsschule zunächst  einen Warenkorb mit feinsten Zutaten. Aus diesen erarbeiteten sie in der Theorie ein Menü, das aus vier Gängen bestand. Pflichtbestandteile waren ein Schwarzfederhuhn, sechs Stück Riesengarnelen, zwei Bachsaiblinge, ein Bund Thai Spargel, Rhabarber, Himbeeren und Bärlauch. Hier wurde eindeutig der Saison Rechnung getragen. Am Vormittag begann der spannende Tag, der die Prüflinge in ihrer Kreativität, ihrem Können und in ihrer Nervenstärke herausforderte. Der Servicebeginn war für 14 Uhr vorgesehen und wurde auch eingehalten. Die Landesberufsschule hatte als Gastgeber eine Festsaal-Atmosphäre geschaffen. Die Gäste durften an perfekt eingedeckten und schön dekorierten Tischen Platz nehmen und einen perfekten Service genießen. Die Gästeschar durfte Platz nehmen und die Tages-Kreationen der Prüflinge genießen. Schulleiter Dieter Manz begrüßte zunächst Kathrin Moos-Achenbach von der Manufaktur Achenbach. Seit 1975 wird der Bundesjugendwettbewerb für junge Köchinnen und Köche von der Achenbach Delikatessen Manufaktur finanziert und in Zusammenarbeit mit dem Verband der Köche Deutschlands (VKD) organisiert. Vom Verband nahmen Holger Boos und Konrad Hurter an dem Essen teil.

Volker Wilsch, der Prüfungsmeister der Landesberufsschule, oblag die Organisation der Prüfung und ihre Durchführung.

Die Jury, die die Kochergebnisse der Probanden bewertete, bestand aus Küchenmeistern der Schule und Robert Stauder, der vor zwei Jahren selbst erst Prüfling war. Geht es nach den „Ahh´s und Mmh´s“ der Gäste, dann müssten alle Prüflinge Sieger sein. Selbstverständlich sind sie es auch, denn zahlreiche Prüfungen in Theorie und Praxis gingen dieser Teilnahme auf baden-württembergischer Ebene voraus.

Das Menü von Katharina Rauscher vom Ausbildungsbetrieb Burg Staufeneck in Salach überzeugte schließlich die Jury  und bescherte der jungen Frau den ersten Platz. Ihr Menü liest sich geradezu poetisch: Grüner Saibling mit Ceviche (ein Gericht aus Peru) auf Garnelen-Carpacchio, Spielereien von der Gurke und Milchschaum, Zucchini-Tortellini mit Kartoffel-Bärlauchschaum und Lauchgemüse. Dies waren nur zwei Vorspeisen. Eine Schwarzfederhuhn-Roulade auf gebratenem Ragout, Thymianjus und viele weitere Leckereien führten sie zum Sieg. Überglücklich nahm Katharina Rauscher ihren „Etappen-Sieg“ entgegen. Sie hat nun die Fahrkarte nach Frankfurt in der Tasche, hin zum Bundeswettbewerb des AchenbachPreises, wo sie als beste Nachwuchsköchin Deutschlands hervorgehen will. Ob der Sieg wohl einen freien Tag bringen könnte, beantwortete die frischgebackene Siegerin mit Begeisterung: „Nein, jetzt schaffe ich noch drei Stunden mehr.“

Der Ausbildungsbetrieb von Rolf Straubinger in Salach, die Burg Staufeneck, darf sich über einen weiteren Gewinner im Wettstreit freuen. Platz zwei wurde von Fabian Wolf belegt. Platz drei ging an Jörg Ebermann vom Landgasthof zum Rössle aus Kirchzarten. Die restlichen Teilnehmer belegten gemeinsam Platz vier. „Sie alle zählen zu den besten Nachwuchsköchen und haben Wissen, Handwerk und Kreativität deutlich erkennbar gemacht“, lobte Kathrin Moos-Achenbach bei der Preisverleihung. Der Rudolf-Achenbach-Preis lockt die Teilnehmer nicht nur mit Preisen – er kann auch ein Karrieresprungbrett sein. Seit der ersten Auslobung des Preises im Jahr 1975 haben bereits 37 000 Jungköche daran teilgenommen, darunter auch der bekannte TV-Koch Tim Mälzer.

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