Mit 14 Tonnen auf Schmierseife unterwegs

Die Feuerwehr muss nicht nur die Brandbekämpfung aus dem Effeff beherrschen. Auch der Umgang mit den Fahrzeugen will gelernt sein. In Bad Überkingen fand eigens ein Fahrsicherheitstraining statt.

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Auch auf rutschigem Untergrund mussten die Feuerwehrleute ihre Fahrzeuge zum Stehen bringen.

Alarm für die Feuerwehr - die Floriansjünger kommen zügig ins Gerätehaus, rüsten sich aus und fahren mit ihren Fahrzeugen zur Einsatzstelle. Womöglich sind Menschenleben in Gefahr, daher muss alles schnell vonstattengehen. Damit sie mit ihren schweren Wagen sicher ankommen, haben am Freitag und Samstag 60 Einsatzfahrer aus Feuerwehren des Landkreises Göppingen ein Fahrsicherheitstraining in Bad Überkingen absolviert.

Das von Innenministerium und Landesfeuerwehrschule genehmigte Seminar wurde von der Verkehrsfachschule Markdorf mit finanzieller Unterstützung der Unfallkasse Baden-Württemberg durchgeführt. Ausrichter war bereits zum dritten Mal die Freiwillige Feuerwehr Bad Überkingen. Das Gelände wurde den Rettungskräften von der Firma IQ 4 YOU zur Verfügung gestellt.

Zunächst mussten die Fahrer die Schulbank drücken: In einem theoretischen Teil ging es um Verkehrssicherheit und Gefahrenquellen. Ebenso wurden fahrphysikalische Gesetze in Verbindung mit der modernen Fahrzeugtechnik erarbeitet.

Nach der grauen Theorie hatten die Feuerwehrmänner dann ausgiebig Gelegenheit, mit ihren Fahrzeugen auf einem Parcours zu üben, der auf dem Brunnengelände aufgebaut war. Durch Park-, Wendeübungen und Rückwärtsfahren lernten sie ihre Autos besser kennen. Um das Fahrzeug in einer Gefahrensituation besser beherrschen zu können, mussten die Fahrer zudem Bremsübungen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten absolvieren.

Das Verhalten der bis zu 14 Tonnen schweren Feuerwehrfahrzeuge wurde dann auf einer mit Schmierseife rutschig gemachten Plane simuliert - dort konnten die Fahrer hautnah erleben, welchen Unterschied selbst wenige Stundenkilometer ausmachen. Bringt man das Fahrzeug bei 30 Stundenkilometern noch einigermaßen sicher zum Stehen, so sieht dies bei nur fünf bis zehn Stundenkilometern mehr auf dem Tachometer schon ganz anders aus. . .

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