Ministerpräsident kommt zur Einweihung

Die Politikprominenz kommt zur Einweihung des Windparks nach Lauterstein. Dort speisen inzwischen elf Windräder Strom ins Netz.

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Die vielen Windräder prägen den Albtrauf über Lauterstein. Das Bild zeigt den Blick vom Fuchseck aus.  Foto: 

Der Albtrauf bei Weißenstein hat sich in den vergangenen Monaten stark verändert. Seit Jahresbeginn wurde dort Windrad um Windrad aufgestellt. Dort entsteht der größte Windpark des Landes Baden-Württemberg. Auf Lautersteiner Gemarkung werden 16 Anlagen errichtet, drei weitere stehen in unmittelbarer Nähe auf der Gemarkung der Gemeinde Bartholomä. Die an den Rotorspitzen rund 200 Meter hohen Windräder sind schon von weitem zu sehen, zum Beispiel von der neuen B-10-Anschlussstelle Schlat aus.

Inzwischen speisen elf Windkraftanlagen Strom ins Netz, berichtet Bauleiter Roland Jansen. Einige Rotoren laufen allerdings erst in Probebetrieb, erklärt Thorsten Gamm vom Albwerk Geislingen, das speziell für drei Windräder zuständig ist. Davon wurde eines von der Bürgerenergiegenossenschaft finanziert. Gamm ist einer der ehrenamtlichen Vorstände der Gesellschaft. Die drei Rotoren des Albwerks und der Genossenschaft, die auf Flächen der Stadt Lauterstein stehen, drehten sich seit Mitte August.

Der Windpark Lauterstein wird am Samstag 17. September feierlich eingeweiht. Auch die Politikprominenz des Landes wird aufs Albuch kommen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann wird eine Rede halten und Umweltminister Franz Untersteller (beide Grüne) ein Grußwort sprechen. Zudem sind Landrat Edgar Wolff, der Lautersteiner Bürgermeister Michael Lenz und der Vorstandsvorsitzende der Alb-Werk-Gruppe, Hubert Rinklin, mit Grußworten angekündigt.

Die Einweihungsfeier organisiert die WPD Onshore GmbH, die dort in 13 Windkraftanlagen investiert hat. Sie stehen alle auf Flächen, die im Eigentum des Grafen von Rechberg sind. WPD-Vorstand Hartmut Brösamle wird die Gäste begrüßen. Bauleiter Jansen hofft, dass bis zur Eröffnungsfeier die 16 Lautersteiner Anlagen in Betrieb sind. Bei drei weiteren Windrädern auf der Fläche von Bartholomä seien die Fundamente gelegt, von einer Anlage stehe schon der Betonturm. Die Arbeiten seien insgesamt ohne nennenswerte Schwierigkeiten über die Bühne gegangen, erzählt Jansen. Die erste Anlage habe Ende Juni damit begonnen, Strom ins Netz einzuspeisen.

Das Interesse der Bürger, sich am Windpark zu beteiligen, ist laut Thorsten Gamm groß gewesen. Innerhalb weniger Wochen hätten 320 Mitglieder Anteile erworben. Sie legten in der Regel zwischen 1000 und 10 000 Euro an. Deutlich mehr als die Hälfte der Anleger stamme aus umliegenden Gemeinden. Es gebe aber auch andere Energiegenossenschaften, die sich beteiligt hätten.

Der Einweihungsfeier sehen die WPD-Vertreter in organisatorischer Hinsicht mit gemischten Gefühlen entgegen. Denn die Kapazitäten im Wald oberhalb von Lauterstein seien begrenzt. Die Organisatoren hoffen, dass sich nicht gleich zehntausende Gäste auf den Weg ins Albuch machen. Das Fest stehe zwar allen offen, die Einladung richte sich aber in erster Linie an die Einwohner der Nachbargemeinden und die geladenen Gäste, erklärt WPD-Vertreterin Bettina Hildenbrand.

Neben den Reden erwartet die Besucher ein Unterhaltungsprogramm mit Bewirtung, Musik, Darbietungen der Kindergärten und einer Hüpfburg. Beginn ist um 11 Uhr mit dem Frühschoppen. Dazu spielen der Musikverein Nenningen und die Stadtkapelle Weißenstein. Die Reden beginnen um 12 Uhr.

Busse zur Feier

Transport Die Parkplätze im Umfeld des Windparks sind begrenzt. Deswegen werden zur Einweihung Busse eingesetzt. Eine Linie startet in Bartholomä und fährt über Böhmenkirch ins Albuch und zurück. Die andere Linie beginnt in Nenningen und fährt über Weißenstein zum Windpark und zurück. Die erste Fahrt ist jeweils um 10.15 Uhr, die letzte Rückfahrt jeweils um 18 Uhr.

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