Mehr Fördergelder für Hausbesitzer in Wäschenbeuren

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Im Rahmen des Sanierungsprojektes „Ortskern 2“ sollten auch Förderchancen für private Eigentümer im Bereich des Ortskerns geschaffen werden. Im Jahr 2012 stieg die Gemeinde Wäschenbeuren mit einem Förderungszuschuss des Landes von 800 000 Euro ein. Die Summe wurde aufgebraucht, im vergangenen Jahr wurde daher ein Aufstockungsantrag über weitere 500 000 Euro bewilligt.

Leider habe das Sanierungsprogramm aber bisher noch nicht die gewünschte Aufmerksamkeit bei Privatpersonen gefunden, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. Um mehr Anreize zu schaffen, hat der Gemeinderat im Juli deshalb beschlossen,  den Zuschussanteil von bisher 20 Prozent auf 35 Prozent zu erhöhen und damit fast zu verdoppeln. Der Fördersatz von 20 Prozent sei vielleicht zu wenig und nicht nachhaltig genug gewesen, vermutet Karl Vesenmaier. Er wolle künftig auch mehr Werbung für das Sanierungsprogramm machen.

Für die Anpassung gebe es einen weiteren Grund: Ein Gebäude neben dem sich momentan im Bau befindlichen Sonne-Areal der Vinzenz von Paul gGmbH befindet sich in privater Hand. „Wenn man ein schönes Areal gestaltet, will man nebenan keine verfallenen Häuser haben“, so Vesenmaier. Das Gebäude in der Göppinger Straße 5 habe die Gemeinde deshalb bereits vor Jahren gekauft, um es auf den neusten Stand zu bringen.  Mit der Erhöhung des Fördersatzes wolle man den Inhaber des anderen ans Areal grenzende Gebäude motivieren, sein Gebäude ebenfalls zu modernisieren.

Was kann nun im Rahmen des Landessanierungsprogramms gefördert werden? Zum einen werden alle Arbeiten gefördert, die ein Gebäude oder eine Wohnung an einen moderneren Wohnstandart anpassen. Darunter fällt zum Beispiel ein neues Bad. Bei einer energetischen Sanierung sind nur umfassende Arbeiten förderfähig, das heißt das Gebäude muss auf den Neubaustandard modernisiert werden. Dazu müssen alle Gewerbe wie Dach, Fassade, Heizung und Fenster gemeinsam erneuert werden. Die Förderung eines einzelnen Gewerks, zum Beispiel der Erneuerung einer Heizungsanlage, ist nur als sogenannte Restmodernisierung möglich. Alle anderen energetisch relevanten Gewerke müssen dazu bereits in einem einwandfreien Zustand sein.

Für eine Sanierung gilt die Grenze von 50 000 Euro pro Anwesen. Das Programm sieht jedoch nur eine Förderung ab einer Bagatellgrenze von 25 000 Euro Investitionskosten vor.

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