Malerische Knochenarbeit

Zum Landesjubiläum "60 Jahre Baden-Württemberg" verwandelte sich die Ortsmitte Rechberghausens am Wochenende in eine Malstraße voller Kreidekunst. Zahlreiche Teilnehmer trotzten dem feuchten Wetter.

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Bei der Siegerehrung am Sonntag Nachmittag gratulierte Bürgermeister Reiner Ruf den kreativen Teilnehmern (siehe Extrakasten).

Der graue Asphalt in der Ortsmitte von Rechberghausen verwandelte sich bei dem Projekt "Kreidezeit" am Samstag und Sonntag in ein Open-Air-Atelier fünf bekannter Kreidemaler. Weiße Pavillons schützten ihre Kunstwerke vor heftigem Platzregen. Udo Lindenthal aus Kamp-Bornhofen, Wilfried und Melina Berg aus Medebach, Jürgen Janßen aus Geldern und Elke Janßen aus Düsseldorf waren extra auf Einladung der Gemeinde nach Rechberghausen gekommen, um den Besuchern ihre Kreidekunst vorzuführen. "Das ist echte Knochenarbeit", sagt Wilfried Berg über das Zeichnen in gebückter Haltung. Knie, Rücken und Nacken werden durch das stundenlange Kauern am Boden stark beansprucht.

Die 18-jährige Melina Berg malt schon seit 13 Jahren mit Kreide und erklärt, worauf es dabei ankommt: "Das Bild wird erst grundiert und dann mit Farbe ausgefüllt. Dabei malt man immer von dunkel nach hell. Jede Farbe muss einzeln aufgetragen und mit der Hand oder einem Schwamm verwischt werden - sonst würde man nur Striche sehen", erklärt sie. Melina hat sich für das Motiv "Hibiscus Dancer" entschieden - eine tanzende Hibiscusblüte. Um die Bilder von der Vorlage auf den Asphalt zu übertragen, hat die Künstlerin zuvor ein Raster aufgezeichnet. Damit kann sie das Motiv in einem größeren Maßstab umsetzen.

Neben den fünf Profis haben sich auch 60 Teilnehmer aus Rechberghausen und Umgebung für den Straßenmalwettkampf eingetragen. Sehr zur Freude von Olga Arendt: Die Kulturbeauftragte der Schurwaldgemeinde hatte bereits vor drei Jahren die Idee zu dem Projekt. "Rechberghausen hat sich nun anlässlich des 60-jährigen Landesjubiläums Baden-Württemberg beworben und bekam vom Land 3500 Euro dafür."

Mit Feuereifer und viel Kreativität zeigten nicht nur viele Kinder, sondern auch Erwachsene, was sich mit Kreide alles gestalten lässt: von Asterix über die Comic-Enten Tick, Trick und Track bis hin zu bunten Frühlingsblumen reichten die Motive. Leider spielte das Wetter nicht so mit - heftige Regengüsse spülten einige der Zeichnungen fort und ließen nur bunte Spuren oder blasse Umrisse auf dem Asphalt zurück. Damit zumindest die Profibilder möglichst lange halten, wurden sie mit Haarspray sowie Tiefengrund fixiert und trotzen so dem Regen.

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